Italien drängt auf mehr Unterstützung für Horn von Afrika
Die italienische Regierung unter der Leitung von Giorgia Meloni (Fratelli d'Italia/ECR) setzt sich weiterhin für eine stärkere Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent ein, mit besonderem Augenmerk auf das Horn von Afrika, kündigte Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident Antonio Tajani an.
Italien will seine Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent verstärken. Ein besonderes Augenmerk will man dabei auf das Horn von Afrika legen, sagte der italienische Außenminister Antonio Tajani (Forza Italia/EVP) auf einer UN-Konferenz in Rom am Mittwoch.
Am Mittwoch fand in Rom die UN-Konferenz für humanitäre Hilfe am Horn von Afrika statt, auf der die italienische Regierung erörterte, wie sie der Region bei der Bewältigung von Herausforderungen wie der zunehmend besorgniserregenden Dürre helfen kann.
„Wir müssen sofort handeln, alle zusammen, Italien und Europa: Afrika und das Horn von Afrika sind eine Priorität für Italien“, sagte Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident Antonio Tajani (Forza Italia/EVP).
Die von Italien organisierte Konferenz ziele darauf ab, die Probleme der Region sichtbar zu machen und die Unterstützung der Geber zu mobilisieren, erklärte Tajani.
„Zehn Millionen Menschen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die humanitäre Hilfe am Horn von Afrika mit Ressourcen unterstützt wird. In dieser Hinsicht glaube ich, dass wir Afrika aus einer afrikanischen Perspektive betrachten müssen“, stellte der Minister klar.
Italien wird 40 Millionen Euro für den UN-Plan für humanitäre Hilfe (HRP) bereitstellen und weitere 30 Millionen Euro für humanitäre Maßnahmen und Entwicklungsinitiativen.
Es sei jedoch notwendig, in Initiativen zu investieren, die dauerhafte Auswirkungen haben, sowohl im Bereich der Bildung als auch bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Tajani.
Italien werde sich daher für die Unterstützung „afrikanischer Friedensbestrebungen“ einsetzen, aber auch für industrielle Joint Ventures, die für die Region von Nutzen sind.
„Italienische Unternehmen sind dazu bereit. Wir wollen dies auf der Grundlage einer gleichberechtigten Partnerschaft mit den afrikanischen Ländern durch gemeinsame Ziele und gegenseitigen Nutzen tun“, erklärte Tajani.
Seit ihrem Amtsantritt hat die Regierung Meloni den Mattei-Plan für Afrika erörtert – ein Kooperationsmodell, das nicht auf Vorzugsbehandlung beruht und darauf abzielt, dass Italien und die afrikanischen Länder „wachsen und sich verbessern“, wobei einer der Hauptinteressenbereiche Italiens der Energiebereich ist.
Laut Tajani ist der Mattei-Plan Teil eines umfassenderen europäischen Marshall-Plans zur Unterstützung von Schlüsselsektoren wie der Agrarindustrie, der Energiewende, der Schaffung von Arbeitsplätzen, des kulturellen Erbes und von Investitionen in die Ziele der guten Regierungsführung und der Rechtsstaatlichkeit der Vereinten Nationen.
„Die strategische Zukunft Italiens und Europas selbst entfaltet sich auf diesem Kontinent“, stellte Tajani klar.
„Wir müssen über das Wesen der Krise und ihre Ursachen nachdenken und gemeinsam an einer langfristigen Lösung arbeiten. Mehr denn je darf sich unser Handeln heute nicht darauf beschränken, auf dringende Bedürfnisse zu reagieren“, fügte er hinzu.