Italien fordert mehr Truppen aus Europa [DE]

Italien wird die UN-Friedenstruppe im Libanon mit 3.000 Soldaten unterstützen. Nun fordert Rom die anderen Mitgliedstaaten auf, klare Aussagen über ihre Truppenkontingente zu machen.

Italien wird die UN-Friedenstruppe im Libanon mit 3.000 Soldaten unterstützen. Nun fordert Rom die anderen Mitgliedstaaten auf, klare Aussagen über ihre Truppenkontingente zu machen.

Am heutigen 23. August 2006 findet in Brüssel ein Treffen von EU-Diplomaten und Vertretern des Militärs statt. Ziel des Treffens ist es, einen Durchbruch in der Frage der Truppenkontingente für den Süd-Libanon zu erlangen.

Am 25. August 2006 ist ein außerordentliches Treffen der EU-Außenminister mit UN Generalsekretär Kofi Annan in Brüssel angesetzt. Auch hier ist die Situation im Nahen Osten Hauptthema.

Nachdem die italienische Regierung am 18. August 2006 ihren Plan, 3000 Soldaten in den Libanon zu schicken, bestätigt hat, übt Italien auf die anderen Mitgliedstaaten Druck aus, klare Aussagen über ihre Truppenkontingente zu machen. Frankreich ist scharf kritisiert worden, nachdem bekannt wurde, dass für die Friedenstruppe nur 200 Soldaten vorgesehen sind. Italien hat erklärt, dass die Teilnahme Italiens feststeht, unabhängig von dem Beitrag Frankreichs. Die USA werden keine Truppen entsenden.

Die UN-Resolution 1701 fordert eine internationale Schutztruppe zur Unterstützung der libanesischen Truppen. Die Friedenstruppe soll verhindern, dass militante Hisbollah-Milizen erneut die Kontrolle über die Region übernehmen können und Israel vor den Hisbollah-Milizen schützen.