Jeder Dritte in Schweden fürchtet Angriff

Einer neuen, am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Novus zufolge ist jeder dritte Schwede ziemlich oder sehr besorgt, dass sein Land von einem militärischen Angriff betroffen sein könnte. Die schwedische Agentur für zivile Notfälle stockt nun ihr Personal auf.

EURACTIV.com
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"Gleichzeitig ist eine klare Mehrheit der Meinung, dass die Hilfe kaum oder zu wenig ist", so Torbjörn Sjöström, CEO von Novus. [<a href="https://www.shutterstock.com/image-photo/sweden-june-7-2020-people-take-1751901830" target="_blank" rel="noopener">Shutterstock/Dan_Manila</a>]

Einer neuen, am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Novus zufolge sind ein Drittel der Schwed:innen ziemlich oder sehr besorgt, dass ihr Land von einem militärischen Angriff betroffen sein könnte. Die schwedische Agentur für zivile Notfälle stockt nun ihr Personal auf.

Laut der Umfrage sind 31 Prozent der Schwed:innen etwas oder sehr besorgt, dass Schweden militärisch angegriffen werden könnte. Jeder zweite glaubt, dass das Risiko eines Angriffs auf Schweden aufgrund der schwedischen Hilfe für die Ukraine gestiegen sei.

„Gleichzeitig ist eine klare Mehrheit der Meinung, dass die Hilfe kaum oder zu wenig ist“, so Torbjörn Sjöström, CEO von Novus.

Die Besorgnis ist auch bei der schwedischen Agentur für zivile Notfälle (MSB) zu spüren, der öffentlichen Behörde, die für die Vorbereitung der Gesellschaft auf Unfälle, Krisen und den Zivilschutz zuständig ist. Die MSB musste ihr Personal aufstocken, um alle Fragen der Öffentlichkeit beantworten zu können.

„Man macht sich Gedanken darüber, wie vorbereitet man selbst ist und wo der nächste Schutzraum ist, wenn man ihn braucht“, sagte Anna Wennerström, Pressesprecherin des MSB.

Auf der MSB-Website gibt es eine Karte mit allen Bunkern in Schweden, und der Suchdruck war in letzter Zeit historisch hoch und stieg um „mehrere tausend Prozent“.

Auch das Interesse an der Broschüre „Wenn die Krise oder der Krieg kommt“, die 2018 an alle schwedischen Haushalte verschickt wurde, ist deutlich gestiegen. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine wurde die Broschüre fast 90.000 Mal heruntergeladen, im Vergleich zu 790 Mal im Jahr 2021.

Die Tatsache, dass viele Menschen sich nun dafür interessieren, wie sie sich in einer Krisensituation verhalten sollen, sei positiv, so Wennerström. Sie forderte alle, die sich Sorgen machen, auf, die auf der Website veröffentlichten Ratschläge zu beachten, bevor sie sich mit ihren Fragen telefonisch an die Agentur wenden.