Klimagipfel: Zehn Milliarden Dollar für Klimafonds
Großer Schritt bei der Weltklimakonferenz in Lima: Die internationale Staatengemeinschaft will zehn Milliarden Dollar investieren, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
Großer Schritt bei der Weltklimakonferenz in Lima: Die internationale Staatengemeinschaft will zehn Milliarden Dollar investieren, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
Der internationale Fonds zur Bewältigung der Erderwärmung ist während der Klimakonferenz in Lima auf über zehn Milliarden Dollar angewachsen. Dies teilte Konferenzpräsident und Perus Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal mit. Umgerechnet sind das 8,1 Milliarden Euro.
Das von den UN gesetzte Ziel für den „Grünen Klimafonds“ wurde am Dienstag dank Mittelzusagen von Australien (166 Millionen Dollar) und Belgien (64 Millionen Dollar) erreicht.
Mit dem Geld will die Staatengemeinschaft armen Ländern helfen, weniger Treibhausgase auszustoßen und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Zu diesen Folgen gehören die Ausbreitung der Wüsten, mehr Unwetter und der steigende Meeresspiegel.
Deutschland beteiligt sich mit 750 Millionen Euro
Allein Deutschland versprach rund eine Milliarde Dollar (750 Millionen Euro). Mit einer Hilfe von 50 Millionen Euro will Deutschland außerdem einen anderen Anpassungsfonds unterstützen, der unter anderem Ernteausfälle abfedern soll, kündigte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) an. Die Bundesregierung will insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Klimahilfen für 2015 zur Verfügung stellen.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Staatengemeinschaft zu einem radikalen Umdenken im Kampf gegen die Erderwärmung auf. „Flickschusterei“ reiche nicht aus, sagte Ban in der peruanischen Hauptstadt.
Ban forderte, das langfristige Ziel von 100 Milliarden Dollar für die Bewältigung des Klimawandels nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen. Auf diese Summe, die bis zum Jahr 2020 aufgebracht werden soll, hatten sich die Staaten 2009 geeinigt.