Klimaneutrales Stromnetz: Rumänien muss bis 2050 3 Prozent des BIP investieren

Laut dem Länderbericht der Weltbank über Klima und Entwicklung für Rumänien sind bis 2050 Investitionen in Höhe von rund 335 Milliarden Euro – etwa 3 % des BIP des Landes – erforderlich, um einen dekarbonisierten Energiesektor in Rumänien zu entwickeln.

EURACTIV.ro
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Der Bericht zeigt, dass Rumänien auf dem besten Weg ist, sein Ziel für 2030 zu erreichen, die Emissionen um 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. [Shutterstock/WD Stock Photos]

Rumänien müsste bis 2050 erhebliche Investitionen in Höhe von rund 335 Milliarden Euro – etwa 3 Prozent des BIP des Landes – umsetzen, um einen dekarbonisierten Energiesektor aufzubauen, so ein Bericht der Weltentwicklungsbank (RTCD).

Der Bericht zeigt, dass Rumänien auf dem besten Weg ist, sein Ziel für 2030 zu erreichen, die Emissionen um 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken.

Trotz einer Reduzierung der Emissionen um 53 Prozent zwischen 1990 und 2018 erfordert das Erreichen der CO2-Neutralität bis 2050 jedoch erhebliche politische Maßnahmen und Finanzmittel.

„Um Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen, muss Rumänien ein massives Elektrifizierungsprogramm umsetzen und den direkten Brennstoffverbrauch durch Energie aus erneuerbaren Quellen ersetzen“, betonte die Weltbank.

Um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, muss Rumänien nicht nur den Energiesektor dekarbonisieren, sondern sich auch auf die Umgestaltung des Verkehrssektors, die Optimierung der Nutzung von Wasserressourcen und Investitionen in Humankapital und Kompetenzen konzentrieren, so die Experten.

Darüber hinaus ist Rumänien sehr anfällig für die Risiken des Klimawandels, insbesondere für Überschwemmungen und Dürreperioden. Gleichzeitig sind die CO2-Emissionen des Landes relativ hoch und liegen im Durchschnitt 2,5 Mal höher als in der EU.

Die Auswirkungen des Klimawandels werden für die rumänischen Bürger immer akuter, sagte Präsident Klaus Iohannis auf der Klimakonferenz in Bukarest.

Er betonte die Notwendigkeit einer „fairen, integrativen und mit dem Wirtschaftswachstum vereinbaren“ Klimawende.