Kommission soll Sprachenlernen fördern [DE]
Am 26. September 2007 wurde die Kommission, während sie mit dem Europäischen Tag der Sprachen das Spracherbe der EU feierte, aufgefordert, die "Motivierung für das Sprachenlernen" zu stärken.
Am 26. September 2007 wurde die Kommission, während sie mit dem Europäischen Tag der Sprachen das Spracherbe der EU feierte, aufgefordert, die „Motivierung für das Sprachenlernen“ zu stärken.
Die Empfehlungen des Berichts der Hochrangigen Gruppe „Mehrsprachigkeit“ wurden während des Europäischen Tages der Sprachen vorgebracht, den die Kommission gleichzeitig dafür nutzte, die Einrichtung einer Webseite „Ihre Meinung zählt“ und den Start einer Online-Konsultation zum Thema Mehrsprachigkeit anzukündigen.
Dies stellt den Beginn einer neuen Phase des Konsultationsprozesses der Kommission in diesem Bereich dar. Der Fokus verschiebt sich nun von den Regierungen, Experten und Unternehmen auf andere Stakeholder sowie die allgemeine Öffentlichkeit.
Der Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, sagte, die Kommission spiele eine wichtige Rolle bei der Förderung der Mehrsprachigkeit. Er fügte hinzu, die Kommission müsse die Bedürfnisse und Erwartungen der Bürger, Entscheidungsträger, Unternehmen und Mitgliedstaaten kennen, um bestmöglich über das weitere Vorgehen entscheiden zu können.
Er erklärte, dass Ziel sei, der Union eine neue Generation mehrsprachiger Bürger zu geben.
Die aktuelle Konsultation wird bis zum 15. November 2007 laufen; deren Ergebnisse werden Anfang 2008 zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse werden in eine politische Erklärung in Form einer Mitteilung zur Mehrsprachigkeit im Mai 2008 einbezogen werden, erklärte Orban.
Der Bericht der Hochrangigen Gruppe macht die folgenden Empfehlungen:
- die Lancierung von an Eltern und junge Menschen, an in den Bereichen Bildung und Kultur tätige Organisationen, an Entscheidungsträger usw. gerichtete Informationskampagnen, die stärker für das Sprachenlernen sensibilisieren.
- Stärkung der Motivierung, indem Sprachenlernen zu einer Freizeitbeschäftigung gemacht wird, wie zum Beispiel Sport oder Aktivitäten außerhalb von Lehrplan und Schule; sowie mehr Fernsehprogramme, die zum Sprachenlernen ermutigen, besonders durch Untertitel.
- Die Schaffung europaweiter Richtwerte zur Professionalisierung der Ausbildung in Sprachen von Drittländern, wie Arabisch, Chinesisch, Hindi, Japanisch und Russisch.
- Die Entwicklung von Master-Abschlüssen und Hochschulprogrammen für Übersetzen und Dolmetschen in spezialisierten Bereichen wie beispielsweise Recht.
Orban beschrieb die Empfehlungen als ‚sehr wertvoll’.