Kommission stutzt Red Bull die Flügel und durchsucht Räumlichkeiten
Die Europäische Kommission hat bei dem in Österreich ansässigen Energy-Drink-Hersteller Red Bull eine Durchsuchung wegen des Verdachts auf illegale Absprachen und Verstöße gegen die EU-Kartellvorschriften durchgeführt.
Die Europäische Kommission hat bei dem in Österreich ansässigen Energy-Drink-Hersteller Red Bull eine Durchsuchung wegen des Verdachts auf illegale Absprachen und Verstöße gegen die EU-Kartellvorschriften durchgeführt.
Am Montag führte die Kommission unangekündigte Hausdurchsuchungen in den Geschäftsräumen von Red Bull durch, dem weltweit größten Hersteller von Energydrinks mit Sitz im Bundesland Salzburg.
Anlass für die Razzien war der Verdacht, dass das Unternehmen durch Kartelle, wettbewerbsbeschränkende Geschäftspraktiken und den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung gegen das EU-Kartellrecht verstoßen hat.
Dies teilte die Kommission am Dienstag mit, ohne weitere Informationen über die Ermittlungen zu geben. Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) war offenbar ebenfalls involviert.
„Am Montag, dem 20. März, besuchten Beamte der EU-Kommission unsere Räumlichkeiten. Wir werden selbstverständlich mit ihnen in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, zusammenarbeiten“, sagte Red Bull gegenüber der APA und fügte hinzu, dass weitere Anfragen direkt an die Kommission gerichtet werden sollten.
Red Bull, eine der wertvollsten österreichischen Marken, die 1984 von dem inzwischen verstorbenen Multimilliardär Dietrich Mateschitz gegründet wurde, verkaufte im Jahr 2022 eine Rekordmenge von 11,6 Milliarden Dosen und brachte dem Konzern damit rund 9 Milliarden Euro ein – 23,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das Unternehmen beschäftigt fast 16.000 Mitarbeiter in 175 Ländern.