Kroatien will Agrarsubventionen besser überwachen
Mit einem neuen System will die kroatische Regierung künftig besser überwachen, wie Landwirte die ihnen zugewiesenen EU-Subventionen nutzen. Mit welcher Methode und wie häufig kontrolliert werden soll, bleibt jedoch offen.
Mit einem neuen System will die kroatische Regierung künftig besser überwachen, wie Landwirte die ihnen zugewiesenen EU-Subventionen nutzen. Mit welcher Methode und wie häufig kontrolliert werden soll, bleibt jedoch offen.
Wie das Agrarministerium am Montag (6. März) mitteilte, soll für die Kontrollen ein Ampelsystem eingeführt werden, bei dem einzelne Fälle grün, gelb, oder rot gekennzeichnet werden.
Grün würde für ausreichend bewirtschaftete Flächen gelten, gelb für Flächen, die eine „zusätzliche Zusammenarbeit“ mit dem entsprechenden Landwirt erfordern, und rot für Flächen, auf denen keine landwirtschaftliche Tätigkeit festgestellt wurde.
Hintergrund ist, dass die EU-Agrarsubventionen im Grundsatz pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ausgezahlt werden.
Um den Status der bezuschussten Flächen zu überprüfen, sollen laut dem Ministerium Fotos und persönliche Kontrollen eingesetzt werden.
Das neue System soll regelmäßig angewandt werden, damit die Behörden eingreifen können, wenn die Subventionen nicht korrekt verwendet werden.
Das Ministerium betonte, dass die Ankündigung des neuen Kontrollverfahrens weit genug im Voraus erfolge, um Landwirten etwaige Anpassungen zu ermöglichen.
„Sie werden die Möglichkeit haben, ihre Subventionsanträge bis zum 15. Oktober zu bestätigen oder zurückzuziehen“, erklärte der Leiter der staatlichen Agentur für die Verwaltung von Subventionszahlungen, Antun Vujic, gegenüber kroatischen Medien.
„Dies wird dazu beitragen, zahlreiche Konflikte mit Landwirten zu vermeiden, denn es gibt Fälle, die später vor Gericht landen“, fügte er hinzu, ohne jedoch den Gesamtwert der bisher missbräuchlich verwendeten Subventionen zu nennen.
In einer separaten Ankündigung teilte das Ministerium mit, dass Landwirte in diesem Jahr Subventionen in Höhe von insgesamt 490,6 Millionen Euro erhalten werden, und forderte sie auf, bis zum 15. Mai Anträge auszufüllen. Sobald ihr Subventionsantrag genehmigt ist, haben die Landwirte fünf Monate Zeit, um die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel nachzuweisen.