Kurznachricht - Globale Anti-Tabak-Konvention tritt in Kraft
Der erste Vertrag zur Bekämpfung des Tabakkonsums, der unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation ausgehandelt wurde, ist in Kraft getreten. Weltweit sterben schätzungsweise fünf Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens.
Der erste Vertrag zur Bekämpfung des Tabakkonsums,
der unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation
ausgehandelt wurde, ist in Kraft getreten. Weltweit sterben
schätzungsweise fünf Millionen Menschen an den Folgen des
Rauchens.
Ein Vertrag der Weltgesundheitsorganisation WHO, der am 27.
Februar in Kraft trat, soll dazu beitragen, den Tabakkonsum in der
Welt zu verringern.
Zu den Ländern, die die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle
ratifiziert haben, gehören die EU-Mitgliedstaaten Frankreich,
Deutschland, Großbritannien, Spanien, Niederlande, Finnland, Ungarn
und die Slowakei. Die Vertragsländer müssen die Bestimmungen des
Vertrags – beispielsweise zu Gesundheitswarnungen auf
Zigarettenschachteln und zum Verbot von Tabakwerbung, -förderung
und -sponsoring – in nationales Recht umsetzen.
57 Länder mit insgesamt 2,3 Milliarden Einwohnern haben sich der
Konvention angeschlossen.
Die WHO vertritt die Auffassung, dass Tabak das einzige legale
Produkt ist, das den Tod der Hälfte seiner Konsumenten verursacht.
Nach Schätzungen erleiden 650 Millionen von 1,3 Milliarden Raucher
einen verfrühten Tod. Die meisten Fälle von Lungenkrebs sind auf
das Rauchen zurückzuführen und auch Herzkrankheiten, Schlaganfälle
und Herz- und Gefäßerkrankungen stehen mit dem Rauchen in
Verbindung. Tabakkonsum verbreitet sich besonders schnell in den
Entwicklungsländern, wo im Jahr 2020 sieben von zehn der durch das
Rauchen bedingten Todesfälle auftreten werden, sofern sich dieser
Trend fortsetzt.