Langwierige Koalitionsbildung: Schwedens Premier-Kandidat in der Kritik
Mitglieder des rechten Flügels der Moderaten Sammlungspartei kritisierten ihren Vorsitzenden und Premier-Kandidaten Ulf Kristersson dafür, dass er zwei Tage länger braucht, um eine Koalition mit den Parteien des Rechtsblocks zu bilden.
Mitglieder des rechten Flügels der Moderaten Sammlungspartei kritisierten ihren Vorsitzenden und Premier-Kandidaten Ulf Kristersson dafür, dass er zwei Tage länger braucht, um eine Koalition mit den Parteien des Rechtsblocks zu bilden.
Riksdag-Sprecher Andreas Norlén hat Kristersson zwei Tage mehr Zeit gegeben, um eine Regierung mit dem rechten Block zu bilden, zu dem auch die rechtsextremen Schwedendemokraten gehören. Diese haben die Christdemokraten und die Liberalen bei den Wahlen mit großem Vorsprung geschlagen.
„Während unseres Treffens wurde mir mitgeteilt, dass die Sondierungsgespräche voranschreiten, aber noch eine kurze Zeitspanne benötigen. Ich bin sehr daran interessiert, dass Schweden so schnell wie möglich eine neue Regierung bekommt, aber gleichzeitig sollte die Arbeit nicht überstürzt werden“, sagte Norlén.
Am Montag (17. Oktober) wird der Riksdag voraussichtlich darüber abstimmen, ob Kristersson als Premierminister vorgeschlagen werden soll.
„Wir haben eine Einigung erzielt, aber es müssen noch einige Details ausgearbeitet werden“, sagte der Vorsitzende der Moderaten auf einer Pressekonferenz.
Obwohl Kristersson sagte, dass noch einige Details zu besprechen seien, wollte er sich nicht näher dazu äußern, welche Parteien die neue Regierung bilden würden. Er betonte jedoch, dass er bei der Bildung einer Koalition auf keine nennenswerten Probleme gestoßen sei.
Wie Aftonbladet berichtet, haben die Gemäßigten Rechten Kristerssons Verlängerungsantrag mit gemischten Gefühlen aufgenommen, was ein gewisses Unbehagen innerhalb der Partei erkennen lässt.
„Alle sind sich darüber im Klaren, dass es sich bei den verbleibenden Details um äußerst wichtige Details handelt“, so eine Quelle aus der Moderaten Sammlungspartei gegenüber Aftonbladet.
Die Kritik innerhalb der Partei scheint sich an Kristersson und die Parteiführung zu richten, und zwar wegen des Umgangs mit Parteien wie den Liberalen und den rechtsextremen Schwedendemokraten, die erklärten, sie wollten nicht in eine Rechtsregierung eintreten.
„Die Parteiführung und Ulf waren etwas naiv, wenn es um den Zeitaufwand und die Schwierigkeit dieser Angelegenheit geht“, so die Quelle gegenüber Aftonbladet.
Kristersson sagte jedoch, er fühle sich „nicht gestresst“, da er am Freitag (15. Oktober) seine Regierung vorstellen werde. Der Kandidat betonte jedoch, dass die heutige Weltlage wichtige Entscheidungen erfordere.