Le Pens verschuldete Partei ruft zu öffentlichen Spenden auf

Die französische rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) hat am Donnerstag zu öffentlichen Spenden aufgerufen, um 3 Millionen Euro zur Begleichung ihrer Schulden aufzubringen.

EURACTIV.com
Weekly session of questions to the government at the National Assembly in Paris
Mit Schulden in Höhe von rund 23 Millionen Euro wird die Partei um Marine Le Pen im Oktober zum zweiten Mal ihre Initiative "Großes nationales Darlehen" starten, in der Hoffnung, aus den roten Zahlen zu kommen, berichtet Le Parisien. [EPA-EFE/CHRISTOPHE PETIT TESSON]

Die französische rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) hat am Donnerstag zu öffentlichen Spenden aufgerufen, um 3 Millionen Euro zur Begleichung ihrer Schulden aufzubringen.

Mit Schulden in Höhe von rund 23 Millionen Euro wird die Partei um Marine Le Pen im Oktober zum zweiten Mal ihre Initiative „Großes nationales Darlehen“ starten, in der Hoffnung, aus den roten Zahlen zu kommen, berichtet Le Parisien.

Mit dem Einzug ihrer 89 Abgeordneten in die französische Nationalversammlung hat die rechtsextreme Partei jedoch eine Erhöhung der Mittelzusagen auf 5-10 Millionen Euro zu verzeichnen.

Die diesjährigen öffentlichen Gelder, die der Partei zustehen, werden jedoch frühestens im Mai 2023 statt im Februar ausgezahlt – eine Verzögerung, die vor allem auf die Weigerung der französischen Banken zurückzuführen ist, der Partei Kredite zu gewähren.

Doch auch nach Erhalt der fälligen staatlichen Mittel wird die Rassemblement National weiterhin von ihren Schuldenproblemen geplagt, die im Mittelpunkt der für den 5. November angesetzten Wahl des nächsten Parteichefs stehen werden.

Der Abgeordnete für Identität und Demokratie, Jordan Bardella, derzeit amtierender Vorsitzender der Partei, ist der wahrscheinlichste Kandidat für die Nachfolge von Marine Le Pen.

Der Gewinner der Wahl wird sich entweder dafür entscheiden müssen, die Konten zu säubern oder zu investieren, um die Partei weiterzuentwickeln.