Niederländischer Minister will Platz für Autos
Angesichts seiner Bedeutung im Alltag müsse dem Auto weiterhin "Raum" gegeben werden, sagte der niederländische Wirtschaftsminister Mark Harbers bei der Vorstellung der Entwicklungsstrategie Auto seiner Regierung.
Angesichts seiner Bedeutung im Alltag müsse dem Auto weiterhin „Raum“ gegeben werden, sagte der niederländische Wirtschaftsminister Mark Harbers bei der Vorstellung der Entwicklungsstrategie Auto seiner Regierung.
In der Strategie, die auf einem früheren Plan mit dem Titel „Zukunftsperspektive Automobilität 2040“ aufbaut, legt die Regierung dar, wie sie die wichtigsten Herausforderungen der automobilen Mobilität angehen will.
Die Zukunft des Verbrennermotors in der EU ist aktuell unsicher, nachdem Deutschland und andere Länder damit gedroht haben, ihre Unterstützung für das ab 2035 geplante Verbrenner-Aus zurückzuziehen.
„Es gibt große Herausforderungen, wie die Zugänglichkeit neuer Wohnungen, die Verkehrssicherheit, eine nachhaltigere Mobilität, die Zugänglichkeit von Einrichtungen in ländlichen Gebieten und das Funktionieren von städtischen Netzen und Logistikkorridoren“, heißt es in der niederländischen Strategie.
„Dies erfordert die Nutzung der Qualität aller Modalitäten und Netze in dem knappen physischen Raum, die Nutzung der Möglichkeiten von Innovationen, eine vernünftige Anlagenpolitik und eine gute Infrastrukturgestaltung“, heißt es weiter.
„Das Auto gibt Freiheit und bringt uns dorthin, wo wir sein müssen: zur Arbeit, zum Supermarkt, zu Familienbesuchen am anderen Ende des Landes, und in einem Auto kann man problemlos schwere Einkäufe transportieren“, so Harbers. „Aber das Auto trägt auch zu unserer Wirtschaft bei; der Lehrer, der zur Schule geht, der Klempner, der sein Werkzeug zum Kunden fährt oder die Lieferwagen, die unsere Städte und Dörfer versorgen.“
Er forderte deshalb die Kommunen auf, „dem Auto weiterhin Raum zu geben.“
Autofreie Stadtteile seien zwar schön, „aber die Menschen brauchen nach wie vor Verkehrsmittel, und viele Menschen möchten nach wie vor ihr eigenes Auto und damit einen Parkplatz in der Nähe haben“, fügte er hinzu.
Der Plan der Regierung zielt auf Zugänglichkeit, saubere und intelligente Automobilität sowie die Sicherheit und Haltbarkeit des Hauptstraßennetzes ab. Er unterstreicht die Absicht der niederländischen Regierung, bis 2030 nur noch emissionsfreie Neuwagen im Land zu verkaufen, in Verkehrsmanagement und intelligente Mobilitätslösungen zu investieren und das niederländische Straßennetz zu erhalten.
„Die Menschen können oft nicht auf ihr Auto verzichten und wollen es auch nicht. Unser Ministerium investiert in alle Formen der Mobilität und damit natürlich auch in die Zugänglichkeit des Autos“, sagte Harbers.