Niederlande wollen weniger ausländische Studierende aufnehmen

Das niederländische Parlament hat am Dienstag (29. November) eine Erklärung verabschiedet, der zufolge Universitäten die aktive Anwerbung internationaler Studierender beenden müssen, da diese zu einer Überlastung der Ressourcen führe.

Euractiv.com
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Derzeit hat innerhalb der EU jeder Bürger das Recht, an jeder Universität in der Union zu den gleichen Bedingungen zu studieren wie eigenen Staatsbürger:innen des jeweiligen Landes. [Shutterstock/Wirestock Creators]

Das niederländische Parlament hat am Dienstag (29. November) eine Erklärung verabschiedet, der zufolge Universitäten die aktive Anwerbung internationaler Studierender beenden müssen, da diese zu einer Überlastung der Ressourcen führe.

Nach Ansicht des Parlaments beeinträchtigt die hohe Zahl an Studierenden inzwischen die Zahl der verfügbaren Unterkünfte in den Wohnheimen, auch die Vorlesungssäle seien zunehmend überfüllt.

Etwa 40 Prozent (42.000) der Studienanfänger:innen an niederländischen Universitäten kommen nach Angaben von Statistics Netherlands aus dem Ausland.

„Heute hat das Parlament unseren Antrag auf einen aktiven Anwerbestopp für internationale Studierende unterstützt. Das ist nicht unbegründet. Die Unterkünfte sind manchmal sogar in Zelten und fast immer miserabel. Und die Bildung profitiert selten von der unnötigen Anglisierung“, twitterte der Abgeordnete Peter Kwint von der linken SP am Dienstag.

Derzeit hat innerhalb der EU jeder Bürger das Recht, an jeder Universität in der Union zu den gleichen Bedingungen zu studieren wie eigenen Staatsbürger:innen des jeweiligen Landes.

Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Robbert Dijkgraaf, hat erklärt, im Februar einen Plan darüber vorlegen zu wollen, wie besser mit dem Andrang an Studierenden im Land umgegangen werden soll.