Notfallplan für verstrahlte Frachter aus Japan

Hafenbetreiber und Reedereien in Europa arbeiten an Notfallplänen zum Umgang mit radioaktiv kontaminierten Schiffen aus Japan. Die ersten verstrahlten Schiffe könnten in wenigen Tagen in europäischen Häfen anlegen.

Im Hamburger Hafen arbeiten die Behörden an einem Notfallplan zum Umgang mit radioaktiv kontaminierten Schiffen aus Japan. Foto: dpa
Im Hamburger Hafen arbeiten die Behörden an einem Notfallplan zum Umgang mit radioaktiv kontaminierten Schiffen aus Japan. Foto: dpa

Hafenbetreiber und Reedereien in Europa arbeiten an Notfallplänen zum Umgang mit radioaktiv kontaminierten Schiffen aus Japan. Die ersten verstrahlten Schiffe könnten in wenigen Tagen in europäischen Häfen anlegen.

Die Hamburger Hafenbehörde erarbeite derzeit gemeinsam mit Zoll und Innenbehörde einen Notfallplan zum Umgang mit verseuchten Frachtern, berichtet die Financial Times Deutschland. Voraussichtlich werde der Zoll die Schiffe überprüfen, sagte ein Sprecher der Behörde. Deutschland habe jedoch den Vorteil, dass Schiffe aus Japan in der Regel zuerst einen anderen europäischen Hafen anlaufen.

In Europas größtem Hafen Rotterdam verlange die Hafenbehörde inzwischen, dass Reedereien schriftlich dafür garantieren, dass aus Asien einlaufende Frachter nicht verstrahlt sind. Ein Hafenteam prüfe vor Ort die Strahlenbelastung. Die ersten möglicherweise kontaminierten Frachtschiffe aus Japan werden Europa Mitte April erreichen, heißt es in dem Bericht weiter.

Erik van der Noordaa, Chef der Schiffsprüfungsgesellschaft Germanischer Lloyd, räumte gegenüber der Zeitung ein, dass es noch keine Lösung zum Umgang mit den Schiffen gebe. Er rechne damit, dass europäische Häfen Schiffe aus Japan wegschicken.

Strengere EU-Kontrollen

Die EU hatte bereits am 24. März die Kontrollen von Lebens- und Futtermitteln aus Japan verschärft. In Deutschland überwacht das "Integrierte Mess- und Informationssystems" (IMIS) die mögliche Verstrahlung. (EURACTIV.de vom 25. März 2011)

EURACTIV.de/rtr

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