OECD ruft Euroländer zu Wirtschaftsreformen auf [DE]

Die Länder der Eurozone sollten den Aufschwung der europäischen Wirtschaft nutzen, um das Tempo der Wirtschaftsreformen zu beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Länder der Eurozone sollten den Aufschwung der europäischen Wirtschaft nutzen, um das Tempo der Wirtschaftsreformen zu beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Zu den wichtigsten Empfehlungen des aktuellen OECD-Berichts über die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone gehören größere Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und verstärkter Wettbewerb in geschützten Wirtschaftssektoren (wie beispielsweise Dienstleistungen). Auch wenn die Organisation Anzeichen einer Erholung sieht, fordert sie die Regierungen auf, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen, um Reformen fortzusetzen und zu beschleunigen. 

Zudem müssten die Mitgliedstaaten mehr für den Haushaltsausgleich und die Rückzahlung von Schulden tun, so die OECD. Es sei jedoch noch nicht absehbar, ob die Überarbeitung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes im Jahr 2005 diese Bemühungen fördere. Nach Aussage des Chefökonoms der OCED, Jean-Philippe Cotis, sei Deutschland der einzige Mitgliedstaat, der ernsthafte Haushaltskürzungen durchführe.

Der Bericht prognostiziert für das Jahr 2007 ein Wachstum von 2,2% des BIP, im Vergleich zu 2,6% im Jahr 2006.