Österreichische Klimaaktivisten besetzen Uni-Hörsäle

Studentische Aktivisten haben Hörsäle in Wien, Salzburg und Innsbruck besetzt aufgrund wachsender Unzufriedenheit mit dem Umgang der Regierung in Bezug auf die Klimakrise, das Bildungssystem und die soziale Ungerechtigkeit.

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Studentische Proteste - insbesondere Universitätsbesetzungen - sind in Österreich keine Seltenheit, vor allem in den Jahren 2009 und 2010 wurde gegen Reformen im Bildungswesen protestiert - ihr Protestgesang "Audimaximus" wurde 2009 zum Wort des Jahres gewählt. [Shutterstock/DisobeyArt]

Studentische Aktivisten haben Hörsäle in Wien, Salzburg und Innsbruck besetzt, um ihrer Unzufriedenheit mit dem Umgang der Regierung mit der Klimakrise, dem Bildungssystem und der sozialen Ungleichheit Ausdruck zu verleihen.

Studentische Proteste – insbesondere Universitätsbesetzungen – sind in Österreich keine Seltenheit, vor allem in den Jahren 2009 und 2010 wurde gegen Reformen im Bildungswesen protestiert – ihr Protestgesang „Audimaximus“ wurde 2009 zum Wort des Jahres gewählt.

„Die Proteste richten sich gegen die vielfältigen Krisen unserer Zeit, die alle miteinander zusammenhängen und an deren Spitze die Klimakrise steht“, erklärte am Mittwoch Keya Baier, Vorstandsmitglied der österreichweiten Studierendenorganisation ÖH, die sich mit den Protesten solidarisiert.

In Wien schliefen Dutzende Studierende auf dem Campus, in Salzburg 25, in Innsbruck besetzten 40 Studierende einen Hörsaal.

„Wir sind Studierende – unser Aktionsraum ist die Universität“, so ein Aktivist gegenüber dem Standard. „Das ist der Raum, in dem wir den Protest führen können.“

Nach Ansicht der Demonstrant:innen haben die Universitäten eine besondere Verpflichtung, einen Beitrag zur Bewältigung der gesellschaftlichen Krisen zu leisten – sei es die Klimakrise oder Inflation. Sie müssen „gezielt Forschung fördern, die sich mit den großen Problemen unserer Zeit auseinandersetzt und Lösungen für diese Krisen bietet“, erklärte ÖH-Vorstandsmitglied Boryana Badinska.

Die rechte FPÖ ist über die Proteste ausgesprochen unglücklich. „Andere am Studieren zu hindern, ist keine Form der Solidarität“, erklärte die FPÖ Wien und forderte, die Protestierenden zu entfernen.