Österreichischer Gesundheitsminister tritt zurück

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat nicht einmal ein Jahr nach seinem Amtsantritt seinen Rücktritt angekündigt. Er begründet seine Entscheidung damit, dass er durch die Bewältigung der Pandemie und aufgrund von Morddrohungen erschöpft sei.

Euractiv.de
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Für Österreich ist es der zweite Rücktritt eines Gesundheitsministers seit dem Beginn der Pandemie. [Bundesministerium für Soziales]

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat nach nicht einmal einem Jahr im Amt seinen Rücktritt angekündigt. Er begründete seine Entscheidung damit, dass er durch die Bewältigung der Pandemie und aufgrund von Morddrohungen erschöpft sei.

Für Österreich ist es der zweite Rücktritt eines Gesundheitsministers seit dem Beginn der Pandemie.

„Mir war immer bewusst, worauf ich mich einlasse, aber mir ist ebenso bewusst, dass man den Job als Gesundheitsminister nur ausüben kann, wenn man jeden Tag 100 Prozent geben kann“, erklärte Mückstein.

Es sei an der Zeit gewesen, zurückzutreten, da er nicht in der Lage gewesen sei, das Niveau zu erreichen, das er von sich selbst erwartet habe.

Vor weniger als einem Jahr trat Mücksteins Vorgänger Rudolf Anschober zurück und verwies dabei auf den Stress bei der Bewältigung der Pandemie, die sich für ihn „wie 15 Jahre“ anfühlte, statt wie die zwei, die er im Amt war.

Die Bewältigung der Pandemie und die damit verbundenen Rückschläge hätten auch Mückstein erschöpft, sagte der frühere Minister. Die „ständigen Bedrohungen“ und die ständige Notwendigkeit nach Polizeischutz hätten ihre Spuren hinterlassen, fügte er hinzu.

Österreich ist nach wie vor das einzige Land in Europa, in dem die Corona-Schutzimpfung rechtlich vorgeschrieben ist. Mückstein sagte jedoch, dass die Auseinandersetzungen darüber nicht der Grund für seinen Rücktritt gewesen seien.