Österreichischer Rechtsextremist will 'Klimakommunismus' bekämpfen

Der Vorsitzende der rechtsextremen FPÖ in Österreich, Herbert Kickl, hat bei einer Klausurtagung in Saalbach-Hinterglemm die politischen Konkurrenten, die Russland-Sanktionen und die Klimaschutzpläne seiner Regierung scharf kritisiert.

Euractiv.de
Extraordinary federal party meeting of the FPOe
Die FPÖ liegt derzeit in den Umfragen vor den Wahlen 2025 mit etwa 30 Prozent in Führung. [EPA-EFE/DANIEL NOVOTNY]

Der Vorsitzende der rechtsextremen FPÖ in Österreich, Herbert Kickl, hat bei einer Klausurtagung in Saalbach-Hinterglemm die politischen Konkurrenten, die Russland-Sanktionen und die Klimaschutzpläne seiner Regierung scharf kritisiert.

Die FPÖ liegt derzeit in den Umfragen vor den Wahlen 2025 mit etwa 30 Prozent in Führung.

Nach den Wahlen wolle die FPÖ die Regierung führen, da es einen „liberalen Volkskanzler“ brauche, sagte Kickl nach der Klausur am Donnerstag.

Anders als in der Vergangenheit signalisierte Kickl, dass er nicht versuchen werde, einen Koalitionskompromiss zu schmieden. Vor zwanzig Jahren hatte sich die FPÖ von der Kanzlerschaft zurückgezogen, um ein Regierungsabkommen zu sichern. Im Jahr 2017 verlor die Partei das Rennen.

„Es gibt nur eine FPÖ in Österreich, und das ist die Kickl-FPÖ“, sagte er denen, die sich gegen eine mögliche Koalition mit dem Hardliner wehren.

Kickl kritisierte auch die Regierung, die eine Politik des „Klimakommunismus“ vorantreibe. Diese muss seiner Meinung nach zurückgedrängt werden. Österreich müsse sich weiterhin auf russisches Gas verlassen, da eine vollständige Umstellung auf grüne Energie „unmöglich“ sei, fügte er hinzu.

Kickl bezeichnete auch den anhaltenden Führungsstreit innerhalb der oppositionellen Sozialdemokraten zudem als „Kannibalismus“.