Portugals Präsident: Starke Jugend wird Ende des Populismus sein
Um den Populismus zu überwinden, muss der Generationswechsel beschleunigt werden, indem die Jugend gestärkt wird, insbesondere im Hinblick auf die politische Partizipation, erklärte der portugiesische Präsident Rebelo de Sousa.
Um den Populismus zu überwinden, muss der Generationswechsel beschleunigt werden, indem die Jugend gestärkt wird, insbesondere im Hinblick auf die politische Partizipation, erklärte der portugiesische Präsident Rebelo de Sousa.
„Die Zeit drängt, und Europa kann es sich nicht leisten, noch mehr Zeit zu verlieren“, um die Ziele der EU zu erreichen, sagte Rebelo de Sousa den EU-Abgeordneten in Straßburg am Mittwoch.
Zum Europäischen Parlament sagte er, es könne „nicht nur eine abstrakte Idee bleiben, die eine oder andere Arbeitsgruppe, die in Debatten über institutionelle Details schwelgt, welche nichts mit dem täglichen Leben der Europäer zu tun haben.“
„Nur wenn wir mittel- und langfristig denken, können wir die Zukunft gewinnen“, fügte er hinzu.
Die Europäische Union müsse daher „den Generationswechsel“ bei den politischen Akteuren beschleunigen, „die Beteiligung junger Menschen, die Verjüngung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme der Mitgliedsstaaten erhöhen.“
Andernfalls bestehe die Gefahr, dass „Lücken entstehen, die von Populismus und Anti-System-Bewegungen gefüllt werden“, so der Präsident weiter.
Dem portugiesischen Präsidenten zufolge müsse die Europäische Union bei den politischen, wirtschaftlich-finanziellen und sozialen Reformen, für die sie sich einsetzt, vorankommen, um sich als Weltmacht zu präsentieren: „Die nationalen Egos müssen vor der EU zurücktreten […], die Welt verdient ein stärkeres Europa.“
In Bezug auf die Reaktion der Union auf die „illegale, ungerechte und unmoralische“ Invasion Russlands in der Ukraine sagte Rebelo de Sousa, die Union habe „mit Prinzipien, Entschlossenheit und Einigkeit“ geantwortet.
Dennoch mahnte der Präsident, dass die EU-27 der Welt weiterhin zeigen müssen, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur ein europäisches, sondern auch ein globales Problem ist.