Premier: Albanien täglich Cyberangriffen ausgesetzt
Albanien ist nach einem schweren Cyberangriff aus dem Iran im Jahr 2022 immer noch täglich mit Attacken konfrontiert, sagte Premierminister Edi Rama am Dienstag (18. Januar) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Albanien ist nach einem schweren Cyberangriff aus dem Iran im Jahr 2022 immer noch täglich mit Attacken konfrontiert, sagte Premierminister Edi Rama am Dienstag (18. Januar) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Der Angriff hatte wichtige digitale Regierungsinfrastrukturen lahmgelegt und zur Abschöpfung von Daten geführt, die in regelmäßigen Abständen an die Öffentlichkeit gelangten.
„Letztes Jahr wurden wir vom Iran angegriffen, massiv, sehr massiv. Natürlich haben wir bei jedem Schritt auf eine gründliche Untersuchung mit Unterstützung des Microsoft-Teams, des FBI-Teams und anderer Expert:innen geachtet, bevor wir diese auf Fakten basierende Behauptung aufstellten. Und wir werden immer noch angegriffen, praktisch Tag für Tag“, sagte Rama.
Er fügte hinzu, dass es glücklicherweise gelungen sei, die vollständige Abschaltung der Systeme und die Löschung aller Daten zu verhindern, was nach seinen Worten das Hauptziel des Angriffs gewesen war.
Der Vorfall hatte dazu geführt, dass iranische Diplomat:innen des Landes verwiesen wurden und eine Reihe von Sanktionen gegen die mutmaßlichen Drahtzieher:innen des Angriffs in Teheran verhängt wurden.
Eine der wichtigsten Banken des Landes, Credins, war Ende Dezember ebenfalls von einem Cyberangriff betroffen gewesen. Dies führte dazu, dass die Kund:innen keinen Zugriff auf ihre Konten hatten und keine Kartenzahlungen möglich waren.
Die Bank erklärte, sie arbeite mit lokalen Spezialist:innen und „internationalen Partner:innen“ zusammen, um Angriffe abzuwehren, und koordiniere sich mit den zuständigen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden.
Anfang Januar erklärte Verteidigungsminister Nikeo Peleshi, dass eine militärische Cyberabwehreinheit aufgebaut und in Betrieb genommen werden soll.
„Das Jahr 2023 wird das Jahr sein, in dem die militärische Cyberabwehreinheit 100 Prozent ihrer personellen Kapazitäten erreicht haben wird. Wir befinden uns im Rekrutierungsprozess, wir haben die Struktur geändert, wir haben die Anzahl der Expert:innen in der Struktur verdreifacht, wir rekrutieren jetzt neue Cybersicherheitsexperten und wir haben die Gehälter erhöht.“