Produktionsstopp in portugiesischem Volkswagen-Werk gefährdet Arbeitsplätze

Der für September angesetzte Produktionsstopp im Volkswagenwerk in Palmela könnte Arbeitsplätze in Zulieferunternehmen landesweit gefährden.

Lusa.pt
Shanghai,,China,,China,-,January,12,,2016:,At,The,Shanghai
Das Automobilwerk Autoeuropa in Palmela im Bezirk Setúbal kündigte am Montag an, dass es die Produktion in den ersten zwei Wochen des Septembers aussetzen wird, weil ein Zulieferer, der von den Überschwemmungen in Slowenien im August schwer betroffen war, nicht genügend Teile liefern kann. [Shutterstock/Jenson]

Der für September angesetzte Produktionsstopp im Volkswagenwerk in Palmela könnte Arbeitsplätze in Zulieferunternehmen landesweit gefährden.

„Die Auswirkungen werden für viele der Zulieferer beträchtlich sein“, sagte der Koordinator des Industrieparks Autoeuropa, Daniel Bernardino, am Dienstag gegenüber Lusa. Er fürchtet, dass „Zeit- und Vertragsarbeiter (…) am stärksten von der Produktionsunterbrechung im Automobilwerk Palmela betroffen sein könnten.“

Das Automobilwerk Autoeuropa in Palmela im Bezirk Setúbal hatte am Montag angekündigt, die Produktion in den ersten zwei Septemberwochen aussetzen zu wollen, weil ein Zulieferer, der von den Überschwemmungen in Slowenien im August schwer betroffen war, nicht genügend Teile liefern kann.

Laut Daniel Bernardino deuten inoffizielle Informationen, die dem Koordinierungsausschuss des Industrieparks zugetragen wurden, darauf hin, dass der Produktionsstopp bei Autoeuropa am 11. September beginnen und zwischen zwei und sechs Wochen dauern könnte.

Das Unternehmen versichert jedoch, dass der Volkswagen-Konzern dem slowenischen Zulieferer nicht nur technische Unterstützung bei der Wiederaufnahme der Produktion leistet, sondern auch daran arbeitet, mit anderen Zulieferern Alternativen zu finden, um die Produktion in den betroffenen Werken so schnell wie möglich wieder zu normalisieren.

Das Autowerk Autoeuropa mit seinen rund 5.000 Beschäftigten hat im vergangenen Jahr 231.100 Autos produziert, was etwa 71 Prozent der 2022 in Portugal hergestellten Fahrzeuge entspricht.