Rechtsextreme in Finnland auf aufsteigendem Ast

Die nationalistische und populistische Partei der Finnen hat in den Umfragen vor den Wahlen um fast 20 Prozent zugelegt und ist damit die zweitbeliebteste Partei in der Rangliste, wie eine neue, am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des finnischen Rundfunks zeigt.

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First county elections in Finland
Bleibt es bei der derzeitigen Situation, steigt die Wahrscheinlichkeit einer rechten Regierung. Dies gilt umso mehr, wenn die Finnenpartei an die Spitze käme und am Wahlabend die größte Partei wäre. Es ist nicht auszuschließen, dass Finnland mit der Vorsitzenden der Finnischen Partei, Riikka Purra, eine zweite Ministerpräsidentin in Folge bekommt. [EPA-EFE/MAURI RATILAINEN]

Die nationalistische und populistische Partei „Die Finnen“ hat in den Umfragen vor den Wahlen auf fast 20 Prozent zugelegt und ist damit die zweitbeliebteste Partei in Finnland, wie eine neue, am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des finnischen Rundfunks zeigt.

Mit einer Zustimmung von 19,3 Prozent rückte die Partei auf den zweiten Platz vor die Sozialdemokraten, die 18,8 Prozent Unterstützung erhielten. Die liberal-konservative Nationale Koalitionspartei (NCP) blieb mit 23 Prozent an der Spitze.

Der nationalistischen Partei ist es gelungen, aktuelle Probleme wie die Strompreise, die Inflation und die zunehmende Jugend- und Bandengewalt in einen wachsenden Rückhalt umzuwandeln und ihre Popularität seit den Wahlen 2019 zu verdoppeln. Analyst:innen zufolge sind die jüngsten Umfrageergebnisse insofern von Bedeutung, als die neue Unterstützung vor allem von Frauen und Personen zu kommen scheint, die zuvor nicht gewählt haben.

In Anbetracht der neuen Umfrage sagen Analyst:innen außergewöhnliche Schwierigkeiten bei der Bildung der nächsten Regierung voraus. Ein Kommentator ging sogar so weit, die kommenden Gespräche als „höllisch“ zu bezeichnen.

Bleibt es bei der derzeitigen Situation, steigt die Wahrscheinlichkeit einer rechten Regierung. Dies gilt umso mehr, wenn „Die Finnen“ an die Spitze käme und am Wahlabend die größte Partei wäre. Es ist nicht auszuschließen, dass Finnland mit der Vorsitzenden der Partei, Riikka Purra, eine zweite Ministerpräsidentin in Folge bekommt.

Eine Möglichkeit, wenn auch unwahrscheinlich, könnte auch eine Minderheitsregierung sein, mit der andere nordische Länder mehr Erfahrung haben als Finnland. Aus historischen Gründen wurden in der finnischen Politik große Mehrheiten und ein Konsens bevorzugt.