Rehn: Es gibt keine Abkürzung in die EU [DE]
Während seines Besuchs in Brüssel hat sich Milo Djukanovic, Premierminister des unabhängigen Montenegros, zuversichtlich über die Aussichten seines Landes auf die EU-Mitgliedschaft geäußert. Doch Erweiterungskommissar Rehn machte keine Versprechen.
Während seines Besuchs in Brüssel hat sich Milo Djukanovic, Premierminister des unabhängigen Montenegros, zuversichtlich über die Aussichten seines Landes auf die EU-Mitgliedschaft geäußert. Doch Erweiterungskommissar Rehn machte keine Versprechen.
Eine Woche nach der Bestätigung der Unabhängigkeit der ehemaligen Teilrepublik Serbiens durch eine Volksabstimmung (siehe EURACTIV, 22. Mai 2006) hat der montenegrinische Regierungschef Milo Djukanovic während seines Besuches in Brüssel am 29. Mai 2006 die Beitrittsbestrebungen seines Landes bestätigt.
„Ich bin zuversichtlich, dass ein kleines und flexibles Staatswesen wie Montenegro die Beitrittsbedingungen der EU in kurzer Zeit erfüllen kann“, sagte Djukanovic gegenüber der Presse.
EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn sagte: „Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg in die EU, Montenegro hat aber wie die übrigen Staaten des Westbalkans eine konkrete europäische Perspektive“.
Rehn fügte hinzu, dass die EU noch vor Ende 2006 ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Montenegro abschließen könnte. Ein solches Abkommen gilt als erster Schritt hin zur EU-Mitgliedschaft.
Nach der Aufnahme zehn neuer Länder im Jahr 2004 ringt die EU darum, die Verpflichtungen, die sie gegenüber potentiellen Kandidatenländern eingegangen ist, mit der „Erweiterungsmüdigkeit“ in der Bevölkerung zu vereinbaren.