Rumänen im Gaza-Streifen eingeschlossen: Premierminister fordert humanitäre Korridore
Bei einem Besuch im Nahen Osten hat der rumänische Ministerpräsident Marcel Ciolacu Israel aufgefordert, Korridore im Gazastreifen einzurichten, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen. Etwa 250 rumänische Staatsbürger sitzen im Gaza-Streifen fest und hatten Ciolacu um Hilfe gebeten.
Bei einem Besuch im Nahen Osten hat der rumänische Ministerpräsident Marcel Ciolacu Israel aufgefordert, Korridore im Gazastreifen einzurichten, um Zivilisten die Flucht und humanitäre Versorgung zu ermöglichen. Etwa 250 rumänische Staatsbürger sitzen im Gaza-Streifen fest und hatten Ciolacu um Hilfe gebeten.
Ciolacu besuchte Jerusalem am Dienstag, um sich mit Netanjahu und Mitgliedern der rumänischen Gemeinde zu treffen, die von der schwierigen Sicherheitslage in der Region betroffen sind.
„Partner und Freunde müssen ihre Solidarität zeigen“, sagte Ciolacu. Rumänien verurteile „entschieden die Gräueltaten der Hamas, einer terroristischen Gruppe, die die Bevölkerung als Geisel nimmt, um ihre extremistischen Interessen zu befriedigen.“
Israel habe das Recht, sich gegen Angriffe der Hamas zu verteidigen, fügte er hinzu.
Rumänien fordere die sofortige Freilassung aller Geiseln und Entführten, wobei von weiteren Aggressionsakten, insbesondere gegen die Zivilbevölkerung, „Abstand genommen werden sollte.“
Die Achtung der demokratischen Werte und der Menschenrechte sei „eine wesentliche Voraussetzung für die rasche Beendigung dieser Gewaltakte“, so Ciolacu.
Gleichzeitig rief er dazu auf, humanitäre Korridore im Gazastreifen einzurichten, wo rund 350 rumänische Staatsbürger leben. Etwa 250 von ihnen haben in Bukarest um Hilfe gebeten, um das Gebiet zu verlassen, was derzeit nicht möglich ist.
Ciolacu traf auch mit Vertretern der rumänischen Gemeinschaft in Israel zusammen und betonte, dass die rumänischen Behörden bei der sicheren Rückführung von über 2.200 rumänischen Staatsbürgern aus Israel geholfen haben.