Rumänien erhält nach Spende an die Ukraine Ersatz für Patriot-System
Rumänien hat der Ukraine ein Patriot-Luftabwehrsystem geliefert. Nun soll das Land einen Ersatz bekommen, sagte der rumänische Verteidigungsminister Angel Tîlvăr.
Rumänien hat der Ukraine ein Patriot-Luftabwehrsystem geliefert. Nun soll das Land einen Ersatz bekommen, sagte der rumänische Verteidigungsminister Angel Tîlvăr.
Der Vertrag über die Lieferung des neuen Systems könnte im Februar unterzeichnet werden, nachdem die US-Regierung kürzlich eine entsprechende Entscheidung getroffen hat, sagte der Verteidigungsminister.
Tîlvăr erklärte, dass die Ausrüstung im Wert von etwa 300 Millionen Euro von drei NATO-Mitgliedstaaten finanziert werde. Darunter sei auch Norwegen, das einen erheblichen finanziellen Beitrag angekündigt habe. Rumänien werde nur die Transportkosten und die Mehrwertsteuer tragen.
Der Oberste Verteidigungsrat Rumäniens beschloss im vergangenen Juni, eines seiner beiden einsatzbereiten Patriot-Systeme an die Ukraine zu geben.
Anfang September unterzeichnete der rumänische Präsident Klaus Johannis ein Gesetz zur Spende des Patriot-Systems. Am 3. Oktober war das System in der Ukraine eingetroffen, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
Im Jahr 2017 unterzeichnete Rumänien einen vier Milliarden Dollar schweren Vertrag über den Kauf von Patriot-Systemen aus den USA, den bis dato größten Beschaffungsvertrag. Rumänien hat bisher vier Systeme erhalten, zwei sind schon einsatzbereit.
Tîlvăr lobte die Geschwindigkeit, mit der die NATO-Verbündeten Rumänien bei der Beschaffung der neuen Ausrüstung unterstützten.
„Dieses System wurde sehr schnell genehmigt. Der Vertrag wird, nach unseren Schätzungen, dann unterschrieben, wenn wir eine Spendenentscheidung getroffen haben“, sagte der Verteidigungsminister.
Die neue Lieferung ist Teil der Bemühungen, die Luftverteidigung Rumäniens im Rahmen der engeren militärischen Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten zu stärken.
Zusätzlich zu diesem Ersatzsystem wird Rumänien drei weitere Patriot-Systeme erhalten, die bereits in seinem militärischen Ausrüstungsprogramm enthalten sind.