Sarkozy und Royal bereiten sich auf Stichwahl vor [DE]

Die hohe Wahlbeteiligung von rund 85% war die erste gute Nachricht der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen, in der die Rechtsextremen schlecht abschnitten. Der Zentrumspolitiker François Bayrou ging als „dritter Mann“ aus den Wahlen hervor. Ségolène Royal erwähnte als einzige Kandidatin Europa in ihrer Rede nach Veröffentlichung der Ergebnisse.

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Die hohe Wahlbeteiligung von rund 85% war die erste gute Nachricht der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen, in der die Rechtsextremen schlecht abschnitten. Der Zentrumspolitiker François Bayrou ging als „dritter Mann“ aus den Wahlen hervor. Ségolène Royal erwähnte als einzige Kandidatin Europa in ihrer Rede nach Veröffentlichung der Ergebnisse.

Der konservative Kandidat Nicolas Sarkozy wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann 30,5% der Stimmen in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen. Seine sozialistische Kontrahentin, Ségolène Royal, gewann 25,7% der Stimmen und tritt somit in der zweiten Runde gegen Sarkozy an.

Das Ergebnis kam nicht überraschend, sondern bestätigte die Prognosen der Meinungsumfragen aus den vergangenen Wochen.

Die Wahlbeteiligung lag bei fast 85%, der höchsten Beteiligung seit der ersten Präsidentschaftswahlen im Jahr 1965, die den Beginn des politischen Systems in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg markieren. 2002 hatten 28% der Wähler sich in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen der Stimme enthalten und so zu dem überraschenden Einzug von Jean-Marie Le Pen in die zweite Runde beigetragen. In dieser konnte sich Jacques Chirac klar durchsetzen.

Der rechtsextreme Le Pen konnte seinen Erfolg von damals diesmal nicht wiederholen und gewann nur 11% der Stimmen im Vergleich zu 17% im Jahr 2002. Das schlechte Abschneiden Le Pens ist auch das Ergebnis „taktischer Abstimmungen“, die von den Linken gefördert wurden, um zu verhindern, dass sich das Ergebnis von 2002 wiederholt.

Die weiteren Kandidaten erzielten weniger als 5% des Stimmanteils, unter anderem die Grünen und die Kommunisten. Die Zersplitterung der Linken galt als ein weiterer Grund für den Einzug Le Pens in die zweite Runde 2002. 

Viele Augen blicken nun auf François Bayrou, dem Zentrumspolitiker, der mit 18,6% der Stimmen als „dritter Mann“ aus den Wahlen hervorgeht und sein Ergebnis von 2002 (6,8%) deutlich verbessern konnte. Umfragen des nationalen Fernsehens am Wahltag deuten darauf hin, dass die Zentrumswähler geteilt sind hinsichtlich der Frage, wem sie in der zweiten Runde ihre Stimme geben sollten.