Schüsse und ein Verwundeter vor Wahlen in Albanien

Der örtliche Sekretär der Demokratischen Partei Albaniens (DP) wurde am Montagabend im Wahlkampfbüro der Partei in Kavaje, rund 35 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Tirana, angeschossen, berichten lokale Medien.

EURACTIV.hr
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In Albanien wird am kommenden Sonntag gewählt. [Shutterstock]

Der örtliche Sekretär der Demokratischen Partei Albaniens (DP) wurde am Montagabend im Wahlkampfbüro seiner Partei in Kavaje, rund 35 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Tirana, angeschossen, berichten mehrere Medien wie exit.al.

Die Polizei gehe bisher davon aus, dass es sich dabei nicht um einen politisch motivierten Anschlag handelt, sondern es „banale Gründe“ für die Tat gegeben habe.

Der DP-Vorsitzende Lulzim Basha bezeichnete den Vorfall hingegen als „ein Attentat auf die DP und die Demokratie“ und beschuldigte den amtierenden Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Sozialistischen Partei (SP), Edi Rama, bei „dieser Tragödie“ eine Mitschuld zu tragen.

Rama selbst verurteilte das Verbrechen umgehend und rief die Opposition auf, den Fall nicht zu „politisieren“.

„Die Tat in Kavaje ist nicht hinnehmbar. Die verdächtige Person muss so schnell wie möglich gefasst werden. Diesen Vorfall zu politisieren ist jedoch genauso schlimm wie das Verbrechen selbst. Lulzim Basha muss sich mir anschließen und für Gerechtigkeit eintreten, ohne weitere Spannungen zu schüren,“ so Rama per Twitter.

In Albanien wird am kommenden Sonntag ein neues Parlament gewählt. Die jüngsten Umfragen zeigen, dass die Opposition und insbesondere die DP dabei siegreich sein dürfte.

Während die DP aktuell bei 44,7 Prozent der Stimmen liegt, hat die Sozialistische Bewegung für Integration (LSI) – die von Überläufern der SP gegründet wurde – derzeit 11,3 Prozent. LSI und DP hatten zuvor bereits eine Vereinbarung über eine Koalition nach den Wahlen unterzeichnet. Gemeinsam stehen sie deutlich vor der aktuellen Regierungspartei SP, die wohl auf bis zu 42,5 Prozent kommen könnte.