Schweden: Geplante Windparks könnten Industrie vor Probleme stellen
Große Offshore-Windparks, die im Bottnischen Meerbusen gebaut werden sollen, könnten ein Problem für die Schifffahrtswege darstellen und Schiffe daran hindern, die örtlichen Häfen zu erreichen, insbesondere im strengen Winter, wenn Eisbrecher benötigt werden, um den Weg freizumachen, so die schwedische Schifffahrtsbehörde
Große Offshore-Windparks, die im Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden gebaut werden sollen, könnten ein Problem für die Schifffahrtswege darstellen und Schiffe daran hindern, die örtlichen Häfen zu erreichen. Insbesondere im strengen Winter, wenn Eisbrecher benötigt werden, um den Weg freizumachen, könnte dies laut der schwedischen Schifffahrtsbehörde zum Problem werden.
Im Meer zwischen Schweden und Finnland sind mehrere große Windparks geplant, da die Expansion der Industrie im Norden des Landes mehr Strom erfordert. Im Winter bildet sich jedoch Eis auf dem Bottnischen Meerbusen und dem Bottnischen Meer, so dass die üblichen Schifffahrtswege nicht genutzt werden können.
Die Schiffe brauchen dann Platz und alternative Routen durch das Eis, um zu manövrieren, aber Windturbinen könnten im Weg stehen, erklärte Johan Wahlström von der schwedischen Schifffahrtsbehörde am Dienstag gegenüber Radio Ekot.
„Wir sehen eine gewisse Besorgnis, dass bei der Errichtung von Windparks die Gefahr besteht, dass der Schiffsverkehr zu den unglaublich wichtigen Häfen im Norden behindert wird. Das wäre verheerend“, sagte Wahlström.
„In solchen Fällen muss der nächstgelegene oder einfachste Weg durch das Eis gefunden werden, und das wird von den Eisbrechern der schwedischen Schifffahrtsbehörde kontrolliert. Die Schiffe müssen ihren Bestimmungsort erreichen, und dies darf nicht durch den Bau von Hindernissen verhindert werden“, fügte er hinzu.
Das Unternehmen OX2 plant den Bau von zwei großen Windparks außerhalb von Umeå und Kalix mit 150 bzw. 160 Windturbinen, wobei die Frage von der finnischen Regierung entschieden werden muss, da die Parks in der finnischen Wirtschaftszone errichtet werden sollen.
„Nachdem wir die Risiken untersucht haben, glauben wir, dass wir Lösungen für die von der Seefahrtsbehörde genannten Risiken finden werden“, sagte das Unternehmen am Dienstag gegenüber Radio Ekot und spielte die Warnungen der Seefahrtsbehörde herunter.
In Schweden beträgt der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung etwa 17 Prozent und wird überwiegend von Onshore- und nicht von Offshore-Anlagen erzeugt.
Die Windenergie ist geografisch über ganz Schweden verteilt, wobei sich der größte Teil in Nordschweden befindet, wie die schwedische Energieagentur auf ihrer Website mitteilt.