Serbien erwägt Rauchverbot in Innenräumen

Das Rauchen in geschlossenen Räumen könnte in Serbien bald verboten werden. Das Gesundheitsministerium wirbt bereits um die Unterstützung der Öffentlichkeit für einen entsprechenden Gesetzentwurf.

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No,Smoking,Sign,On,Wooden,Wall.,Perspective,Image.
No,Smoking,Sign,On,Wooden,Wall.,Perspective,Image. [Shutterstock/Sasapin Kanka]

Das Rauchen in geschlossenen Räumen könnte in Serbien bald verboten werden. Das Gesundheitsministerium wirbt bereits um die Unterstützung der Öffentlichkeit für einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen ist in Serbien zu einem heiß diskutierten Thema geworden, zumal jedes Jahr durchschnittlich 6.000 Menschen in dem Land an Lungenkrebs erkranken und 4.600 daran sterben. Gleichzeitig hat das Land eine der höchsten Raucherquoten in der Region und in Europa.

Die Verabschiedung des Gesetzes sei in der Tat sehr wichtig, so Prof. Dr. Dragana Jovanović, Lungenärztin und Onkologin, gegenüber EURACTIV.

„Tatsache ist, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, bei Rauchern 18 Mal höher ist. Unter den Patienten sind 85 bis 87 Prozent Raucher“, fügte sie hinzu.

Der Schutz von Nichtraucher:innen sei besonders wichtig, da sie in einem geschlossenen Raum 40 Prozent des Tabaks einatmen würden. Das Rauchen habe auf Nichtraucher:innen die gleichen Auswirkungen wie auf aktive Raucher:innen, fügte sie hinzu.

Gleichzeitig erhöht sich bei erwachsenen Nichtraucher:innen, die Passivrauchen ausgesetzt sind, das Risiko, eine Herzerkrankung zu entwickeln, um 25 bis 30 Prozent und das Risiko eines Schlaganfalls um 20 bis 30 Prozent. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, steigt um 20 bis 30 Prozent.

„Kinder, die dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfektionen. Auch das Risiko von Asthmaanfällen bei Kindern ist erhöht, und es kann auch zum plötzlichen Kindstod führen“, betonte Prof. Dr. Jovanović.

Kinder, die sozial benachteiligt und dem Tabakrauch ausgesetzt sind, seien besonders gefährdet, fügte sie hinzu.