Serbien hat genug Gas, will aber diversifizieren
Serbien habe genügend Gasreserven, um ein „Worst-Case-Szenario“ von zwei Monaten zu überstehen, wolle aber seine Versorgung diversifizieren und sich von der Abhängigkeit von Russland lösen, wie Vertreter:innen der Regierung erklärten.
Serbien habe genügend Gasreserven, um ein „Worst-Case-Szenario“ von zwei Monaten zu überstehen, wolle aber seine Versorgung diversifizieren und sich von der Abhängigkeit von Russland lösen, wie Vertreter:innen der Regierung erklärten.
Zurzeit hat Serbien 380 Millionen Kubikmeter Gas im benachbarten Ungarn gelagert und weitere 280 Millionen in seinem eigenen Lager in Banatski Dvor, sagte Finanzminister Siniša Mali laut der kroatischen Nachrichtenagentur Hina.
„Selbst wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, wird es genug Gas für zwei Monate geben, für die Bürger:innen und die Unternehmen“, sagte Mali dem Sender TV Prva.
Serbien baut derzeit eine Verbindungsleitung zu Bulgarien, und Energie- und Bergbauministerin Zorana Mihajlovic erklärte, das Land, das derzeit fast sein gesamtes Gas aus Russland importiert, wolle seine Versorgung diversifizieren.
„Unsere Priorität ist ein Verbund im Gassektor, nicht nur mit Bulgarien, sondern auch mit Nordmazedonien, Albanien, Kroatien und Rumänien“, sagte sie nach einem Treffen mit einer Delegation der Europäischen Investitionsbank.
„Wir wollen in Zukunft verschiedene Gaslieferungen haben, da dies die einzige Möglichkeit ist, sicher und stabil zu sein.“