Slowakei: Bau von LNG-Terminal stößt auf Widerstand

Der Bau eines 40-Millionen-Euro teuren LNG-Terminals im Hafen von Bratislava wurde vom slowakischen Umweltministerium genehmigt. Aktivisten haben allerdings bereits angekündigt, Einspruch gegen die Genehmigung einzulegen und das Projekt zu stoppen.

EURACTIV.sk
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Das LNG-Terminal wird von der staatlichen Gesellschaft Verejné přístavy (Öffentliche Häfen) gebaut und könnte frühestens 2026 fertiggestellt werden. [Shutterstock/Mike Mareen]

Der Bau eines 40-Millionen-Euro teuren LNG-Terminals im Hafen von Bratislava wurde vom slowakischen Umweltministerium genehmigt. Aktivisten haben allerdings bereits angekündigt, Einspruch gegen die Genehmigung einzulegen und das Projekt zu stoppen.

Das LNG-Terminal wird von dem staatlichen Unternehmen Verejné přístavy (Öffentliche Häfen) gebaut und könnte frühestens 2026 fertiggestellt werden. Er soll vor allem zur Betankung von Frachtschiffen dienen um die Treibhausgasemissionen in der Schiffsfahrt zu reduzieren.

„Das neu gebaute LNG-Terminal im öffentlichen Hafen von Bratislava wird dazu dienen, die steigende Nachfrage nach LNG zu decken, und gleichzeitig ein wichtiges Element zur Gewährleistung der Sicherheit der LNG-Kraftstoffversorgung sein, da die derzeitigen LNG-Quellen in großer Entfernung von Bratislava liegen“, so das Umweltministerium in einer im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung veröffentlichten Erklärung.

Greenpeace hat sich seit seiner Ankündigung im Jahr 2021 vehement gegen das Projekt eingesetzt.

„Wir lehnen das Projekt zum Bau eines LNG-Terminals im Hafen von Bratislava grundsätzlich ab und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese unsinnige Idee zu stoppen“, heißt es in der Erklärung von Greenpeace, die das Ende „aller Investitionen und des Baus neuer Infrastrukturen für fossile Brennstoffe“ fordert.

Nach Ansicht der Organisation steht das Projekt im direkten Widerspruch zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens, zu dem sich auch die Slowakei verpflichtet hat.

Anstatt Erdgas als Übergangsenergie für die Dekarbonisierung des Seeverkehrs zu nutzen, fordert Greenpeace einen schnellen Umstieg auf Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder batteriebetriebene Schiffe – Kraftstoffe, die nach Ansicht von Experten noch nicht für den kommerziellen Einsatz in diesem Sektor geeignet sind.

In einem ungewöhnlichen Schritt versuchte das Umweltministerium auch, die Bedenken der Aktivisten zu beschwichtigen,

„Die zu erwartenden negativen Auswirkungen der vorgeschlagenen Aktivität auf die Umwelt, die während des Prozesses der Umweltverträglichkeitsprüfung festgestellt wurden, können durch die Umsetzung von Maßnahmen und Bedingungen in Übereinstimmung mit dem Gesetz beseitigt werden“, hieß es in der Erklärung.