Slowenien rüstet sich für das Präsidentschaftsrennen

Slowenien bereitet sich bereits auf die für den Herbst angesetzten Präsidentschaftswahlen vor. Drei Kandidaten, darunter einer von der regierenden Freiheitsbewegung, haben bereits ihre Pläne für eine Kandidatur angekündigt.

sta.si
Entrance,Of,The,Slovene,Parlement
Die Präsidentschaftswahlen in Slowenien sind für Oktober angesetzt. Bereits angekündigt haben Kandidaten der grün-liberalen Freiheitsbewegung, ein unabhängiger Kandidat und ein sich als liberal bezeichnender Kandidat. [Shutterstock/Netfalls Remy Musser]

Slowenien bereitet sich bereits auf die für den Herbst angesetzten Präsidentschaftswahlen vor. Drei Kandidat:innen, darunter einer von der regierenden Freiheitsbewegung, haben bereits ihre Pläne für eine Kandidatur angekündigt.

Die Präsidentschaftswahlen in Slowenien sind für Oktober angesetzt. Bereits angekündigt hat sich eine Kandidatin der grün-liberalen Freiheitsbewegung, eine unabhängige Kandidatin und ein sich als liberal bezeichnender Kandidat.

Die ehemalige Diplomatin Marta Kos wird für die Freiheitsbewegung kandidieren, für die sie derzeit das Amt der Vizepräsidentin innehat. Kos braucht noch eine endgültige formale Entscheidung der Parteivorstände, um ihren Platz im Rennen einzunehmen.

„Es wird wichtig sein, dass ich die Unterstützung einer Partei erhalte, die die gleichen Werte vertritt wie ich: Freiheit, Respekt, Verantwortung, Vertrauen… Das ist einer der Gründe, warum ich mich entschieden habe, ins Rennen zu gehen“, sagte Kos.

Die Anwältin Nataša Pirc Musar, die vor allem durch ihre frühere Rolle als Informationsbeauftragte bekannt ist, kündigte eine unabhängige Kandidatur an, würde aber die Unterstützung der Partei akzeptieren.

„Seit mehreren Jahren habe ich den Wunsch, etwas in der slowenischen Gesellschaft und Politik zu tun, und die Rolle des Präsidenten würde wie angegossen passen“, erklärte sie letzte Woche.

Der andere mögliche Kandidat ist der Liberale Pirc Musar, den bereits von mehr als einem Dutzend prominenter Persönlichkeiten in Slowenien unterstützt wird, darunter die ehemaligen Präsidenten Milan Kučan und Danilo Türk.

Kos und Pirc Musar sind in der Öffentlichkeit gut bekannt und äußern sich häufig in den Medien zu aktuellen Themen.

In jüngster Zeit hat sich Pirc Musar lautstark für die Rechtsstaatlichkeit eingesetzt und die Corona-Maßnahmen der vorherigen Regierung von Janez Janša kritisiert.

Kos ihrerseits ist in letzter Zeit während des Wahlkampfs, auch in Debatten, als außenpolitische Ansprechpartnerin der Freiheitsbewegung aufgetreten.

Eine überraschende Kandidatur wurde von der Psychoanalytikerin Nina Krajnik angekündigt. Während mehrere prominente konservative Persönlichkeiten sie bereits unterstützt haben, bezeichnete ein Kommentator sie als Sloweniens erste wirklich rechtsradikale Kandidatin.

Krajnik ist in der Öffentlichkeit bisher kaum in Erscheinung getreten, bis sie kürzlich in einem Fernsehinterview die Linken der 1990er Jahre angriff, die ihrer Meinung nach öffentliches Eigentum privatisiert hätten und immer noch davon profitierten. Als „Privatisierer“ bezeichnete sie kürzlich auch Kos und Pirc Musar.

Die Wahl findet im Oktober, anlässlich der Beendigung der Amtszeit des amtierenden Präsidenten Borut Pahor, statt.