Slowenischer Notfallplan für die Gasversorgung tritt in die erste Phase
Die slowenischen Gasverbraucher:innen werden aufgefordert, Erdgas mit Vorsicht zu verwenden, nachdem die Energieagentur des Landes die Öffentlichkeit am Montag frühzeitig vor möglichen zukünftigen Versorgungsunterbrechungen gewarnt hat.
Die slowenischen Gasverbraucher:innen werden aufgefordert, Erdgas mit Vorsicht zu verwenden, nachdem die Energieagentur des Landes die Öffentlichkeit am Montag frühzeitig vor möglichen zukünftigen Versorgungsunterbrechungen gewarnt hat.
In ihrer Mitteilung an die slowenische Bevölkerung versicherte die Agentur, dass die Gaslieferungen nach Slowenien, nicht unterbrochen werden, erklärte jedoch, dass „wir die Öffentlichkeit durch die Ausrufung einer Frühwarnung darauf hinweisen, dass es im Falle geringerer Lieferungen aus Russland zu Unterbrechungen kommen könnte“.
Infrastrukturminister Bojan Kumer erklärte, es handele sich „lediglich um eine Frühwarnung und eine Sensibilisierungsphase“, während die Gaslieferungen nach Slowenien weiterhin ununterbrochen fortgesetzt würden.
„Die Sicherheit der Erdgasversorgung ist auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr, die Lieferungen basieren auf vorher vereinbarten Verträgen und wir erwarten auf kurze Sicht keine Probleme“, sagte er.
Kumer wies darauf hin, dass diese Frühwarnphase bereits von rund zehn EU-Ländern eingeleitet worden sei, darunter alle Nachbarländer Sloweniens.
„Die Idee ist, sich auf die Heizperiode vorzubereiten, damit diejenigen, die dazu in der Lage sind – von der Industrie bis zu den gewerblichen Verbraucher:innen – sich rechtzeitig auf bestimmte Alternativen einstellen können“, fügte er hinzu.
Der Gasgroßhändler Geoplin erklärte, die Maßnahme der Agentur sei „durch die Situation auf den europäischen Gasmärkten im Zusammenhang mit den Lieferungen aus Russland veranlasst.“
Das Unternehmen sieht sich seit Beginn der 10-tägigen Wartungsarbeiten an der Nord Stream 1-Pipeline am Montag mit reduzierten Gaslieferungen aus Russland konfrontiert, konnte die Verluste jedoch durch alternative Käufe und die Nutzung von Speicheranlagen ausgleichen.
Geoplin wollte nicht sagen, um wie viel die Lieferungen aus Russland reduziert wurden, aber die Zeitung Finance berichtete Mitte Juni, dass Slowenien bis zu einem Viertel weniger Gas erhalten habe.
In der Zwischenzeit hat die Energieagentur am Montag die industriellen Gasverbraucher darüber informiert, dass bei einer Ausrufung eines höheren Krisengrades die Versorgung unterbrochen werden könne oder sie auf alternative Energiequellen umsteigen müssten.