Spanien erwägt Maßnahmen zur Eindämmung der Lebensmittelpreise

Die Regierung erwägt Maßnahmen zur Eindämmung der Lebensmittelpreise, die im Rahmen eines neuen Anti-Krisen-Pakets vor Ende des Jahres verabschiedet werden sollen, teilte der spanische Premierminister Pedro Sánchez mit.

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Question time at Spanish Parliament
Offiziellen Daten zufolge ist die Inflation in Spanien in den letzten vier Monaten um etwa vier Punkte auf 6,8 Prozent im November gesunken, was hauptsächlich auf einen leichten Rückgang der Kraftstoff- und Energiepreise zurückzuführen ist. [EPA-EFE/J.C. HIDALGO]

Die spanische Regierung erwägt Maßnahmen zur Eindämmung der Lebensmittelpreise, die im Rahmen eines neuen Anti-Krisen-Pakets vor Ende des Jahres verabschiedet werden sollen, teilte der spanische Premierminister Pedro Sánchez mit.

Sánchez sagte auf einer Pressekonferenz, dass das dritte Maßnahmenpaket zur Abmilderung der Auswirkungen der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Krise sehr ehrgeizig sein werde, berichteten Cinco Dias und EURACTIVs Partner EFE.

Der Premierminister betonte, dass die Regierung derzeit analysiere, wie die Lebensmittelpreise, die die Inflation direkt anheizen, besser eingedämmt werden können.

Er betonte, dass die Regierung ähnliche Maßnahmen wie die zuvor beschlossenen ergreifen wolle, um die Auswirkungen der steigenden Kraftstoff- und Energiepreise zu verringern.

Offiziellen Daten zufolge ist die Inflation in Spanien in den letzten vier Monaten um etwa vier Punkte auf 6,8 Prozent im November gesunken, was hauptsächlich auf einen leichten Rückgang der Kraftstoff- und Energiepreise zurückzuführen ist.

Dagegen steigen die Lebensmittelpreise weiter an und erreichten im Oktober mit 15,4 Prozent den höchsten Wert, der in Spanien seit 1994 verzeichnet wurde.

Besonders hoch war der Preisanstieg bei Hülsenfrüchten und Gemüse, Fleisch, Milch, Käse und Eiern.

Sánchez hat diese neue Maßnahme vorgeschlagen, nachdem ein Versuch gescheitert war, die Preise im Warenkorb durch eine Vereinbarung mit großen Supermarktketten zu deckeln.

In der Zwischenzeit erwägt die Regierung eine Verlängerung des derzeitigen Rabatts von 20 Cent pro Liter Kraftstoff, der am 31. Dezember ausläuft.

Die Entscheidung der Regierung hängt vom Ölpreis und den Aussichten für dessen Entwicklung in den kommenden Monaten ab, wie offizielle Quellen erklärten.