Spanien stellt milliardenschweren Plan zur Beschleunigung der Energiewende vor

„Die Energiewende darf nicht nur denen vorbehalten sein, die sich ein neues Auto leisten, Solaranlagen auf ihrem Dach installieren oder ihre Häuser ohne Subventionen renovieren können“, sagte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez.

EURACTIV.com
Spanish Prime Minister Holds Press Conference After Meeting Chinese President Xi Jinping
Pedro Sánchez. [Foto: Kevin Frayer/Getty Images]

Die spanische Regierung hat am Montag einen 9-Milliarden-Euro-Plan zur Energiewende vorgestellt, der die Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden sowie nahezu kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für Geringverdiener vorsieht.

Das Projekt, das von der Europäischen Union kofinanziert werden soll, wurde angekündigt, während Spanien mit einem globalen Energieschock konfrontiert ist, der durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran verursacht wurde, und sich gleichzeitig auf den Klimawandel vorbereitet.

„Die Energiewende darf nicht nur denen vorbehalten sein, die sich ein neues Auto leisten, Solaranlagen auf ihrem Dach installieren oder ihre Häuser ohne Subventionen renovieren können“, sagte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez. „Sie muss alle erreichen.“

Damit der Plan verabschiedet werden kann, benötigt Sanchez die Unterstützung einer Mehrheit im Parlament, doch seine Sozialistische Partei hält nur etwas mehr als ein Drittel der Sitze.

Der Plan sieht vor, 4,7 Milliarden Euro bereitzustellen, um Wohnhäuser, Sozialwohnungen und Stadtviertel energieeffizienter zu gestalten, die gemeinsame Stromnutzung in Gemeinden zu fördern und Solaranlagen auf Häusern und in Stadtvierteln zu installieren.

Die übrigen 4,3 Milliarden Euro würden in die Anpassung des Verkehrswesens, auch in ländlichen Gebieten, sowie in die Erneuerung der Fahrzeugflotten von Unternehmen und Selbstständigen fließen.

Menschen aus einkommensschwachen Haushalten und schutzbedürftigen Gruppen würde zudem eine nahezu kostenlose Fahrkarte gewährt.

(jp)