Spanische Sozialisten werben bei EU um Katalanisch als Amtssprache

Der katalanische Zweig der Sozialistischen Partei Spaniens (PSC) forderte am Montag alle EU-Mitgliedsstaaten auf, kein Veto gegen den Vorschlag einzulegen, Katalanisch zu einer neuen Amtssprache der EU zu machen.

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Die Sprecherin der PSC, Elia Tortolero, betonte, es sei wichtiger, dass „der Vorschlag, Katalanisch (zu einer Amtssprache) in der Europäischen Union zu machen, nicht mit einem Veto belegt wird“, als die individuellen Stimmen der einzelnen EU-Länder, berichtete Euractivs Partner EFE. [Shutterstock/nito]

Der katalanische Zweig der Sozialistischen Partei Spaniens (PSC) forderte am Montag alle EU-Mitgliedsstaaten auf, kein Veto gegen den Vorschlag einzulegen, Katalanisch zu einer neuen Amtssprache der EU zu machen.

Die Sprecherin der PSC, Elia Tortolero, betonte, wichtiger als die Stimmen der einzelnen EU-Länder sei es, dass „der Vorschlag, Katalanisch [zu einer Amtssprache] in der Europäischen Union zu machen, nicht mit einem Veto belegt wird.“

„Wenn man über Sprachen spricht, spricht man über Reichtum. Es ist ein Vorschlag der spanischen Regierung, und deshalb verteidigt die PSC ihn“, sagte sie auf einer Pressekonferenz am Hauptsitz der PSC.

Es wird erwartet, dass der EU-Rat für Allgemeine Angelegenheiten heute über den offiziellen Status des Katalanischen in der EU spricht.

Die Einführung von Katalanisch als EU-Amtssprache ist eine Bedingung, die von den katalanischen Befürwortern der Unabhängigkeit gestellt wurde, um Koalitionsverhandlungen mit der Sozialistischen Partei (PSOE/S&D) aufzunehmen.

Tortolero wollte weder auf die laufenden Verhandlungen zwischen den beiden wichtigsten katalanischen Unabhängigkeitsparteien noch auf die möglichen Auswirkungen der Abstimmung am Dienstag in Brüssel eingehen.

„Wir werden sehr diskret sein“, sagte Tortolero.

Die Mitgliedsstaaten wollen zunächst die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen zu untersuchen, die sich ergeben, wenn Katalanisch, Baskisch und Galicisch zu offiziellen EU-Sprachen gemacht werden. Dies macht es unwahrscheinlich, dass die EU schnell zu einer Entscheidung kommt, wie es sich Spanien ursprünglich erhofft hatte.