Inflation in Spanien gemildert, aber weiter über Durchschnitt

Die Inflation in Spanien sank im November auf 6,8 Prozent, verglichen mit 7,3 Prozent im Oktober. Doch Expert:innen geben keine Entwarnung und weisen darauf hin, dass der Wert weiterhin über dem Trend liegen.

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Food,Market,In,Madrid
Food,Market,In,Madrid [Shutterstock/Kert]

Die Inflation in Spanien sank im November auf 6,8 Prozent, verglichen mit 7,3 Prozent im Oktober. Doch Expert:innen geben keine Entwarnung und weisen darauf hin, dass der Wert weiterhin über dem Trend liegen.

Laut dem spanischen Verbraucherpreisindex (CPI), der am Dienstag vom Nationalen Statistikinstitut (INE) des Landes veröffentlicht wurde, ist die Inflationsquote vier Monate in Folge gesunken, nachdem sie im Juli einen Höchststand von 10,8 Prozent erreicht hatte.

Diese Entwicklung sei vor allem auf den Rückgang der Kraftstoffpreise zurückzuführen, die im November 2021 gestiegen waren, sowie auf die Strompreise, die stärker gesunken seien als im letzten Jahr, berichtete das INE.

Ein milderer Anstieg der Preise für die neue Saison bei Bekleidung und Schuhen im Vergleich zum November 2021 spielte ebenfalls eine Rolle, wenn auch in geringerem Maße, warnten die Expert:innen.

November ist der vierte Monat in Folge mit einer sinkenden Inflationsrate in Spanien. „Der Trend zur Milderung, der im letzten Sommer begann, hält an“, erklärten Quellen im spanischen Finanzministerium am Dienstag gegenüber EFE, Partnermedium von EURACTIV.

Die Quellen verwiesen darauf, dass der Verbraucherpreisindex in den letzten vier Monaten um vier Punkte gesunken sei, was Spanien zu einem der Länder mit dem schnellsten und stärksten (Inflations-)Rückgang in der Europäischen Union mache, und betonten die positiven Auswirkungen der Maßnahmen, die die Regierung zur Dämpfung des Preisanstiegs ergriffen hat.

Andererseits sei die spanische Kerninflation, die keine frischen Lebensmittel oder Energie enthält, im November leicht – um ein Zehntel eines Prozentpunkts – auf 6,3 Prozent gestiegen, wodurch sich der Abstand zur allgemeinen Inflationsrate auf nur einen halben Prozentpunkt verringert habe, betonte das INE.

Auf Monatsbasis verzeichneten die Verbraucherpreise im November gegenüber Oktober laut dem Frühindikator des VPI eine Quote von -0,1 Prozent.

Anfang des Monats hatten die spanischen Gewerkschaften UGT und CC.OO in Madrid eine Massendemonstration unter dem Motto „Lohn oder Konflikt“ veranstaltet, um gegen die steigenden Energiepreise zu protestieren.

Sie forderten den spanischen Verband der Unternehmensorganisationen (CEOE) auf, die Löhne anzuheben und den Schwachen bei der Bewältigung der Inflation zu helfen.