Stromsektor vorsichtig bei CO2-Speicherung [DE]
Technologien zur Bindung und geologischen Speicherung von CO2 würden als Teil weitreichender Bemühungen, eine kohlenstoffarme Stromerzeugung bis 2050 zu erlangen, unterstützt. Dies geschehe aber erst, sobald die Technologien 'nachgewiesen und wirtschaftlich umsetzbar' seien, so Eurelectric, die Industrievereinigung der Stromlieferanten.
Technologien zur Bindung und geologischen Speicherung von CO2 würden als Teil weitreichender Bemühungen, eine kohlenstoffarme Stromerzeugung bis 2050 zu erlangen, unterstützt. Dies geschehe aber erst, sobald die Technologien ’nachgewiesen und wirtschaftlich umsetzbar‘ seien, so Eurelectric, die Industrievereinigung der Stromlieferanten.
Kohlenstoffbindung und –speicherung sei eine ‚vielversprechende Technologie’, die jedoch noch weiterer Forschung bedürfe, bevor sie durch eine spezielle Gesetzgebung unterstützt werde. Diese Meinung äußert die europäische Vereinigung der Elektrizitätsindustrie, Eurelectric, in einem Positionspapier vom 7. Juni 2007.
Eurelectric ist der Meinung, es sei zum momentanen Zeitpunkt voreilig sei, eine verpflichtende Einführung der Kohlenstoffbindung und –speicherung bis 2020 aufzuerlegen, eine Idee, die von der Europäischen Kommission im Januar 2007 in ihrer Überprüfung der Energiestrategie vorgebracht wurde.
Stattdessen, so Eurelectric, solle es möglich sein, dass sich Kohlenstoffbindung und –speicherung unter gleichen Bedingungen mit anderen kohlenstoffarmen Technologien zur Stromerzeugung messen könnten. Eurelectric forderte von den EU-Gesetzgebern, diese Methoden in das EU-System zu CO2-Begrenzung und –Handel einzubeziehen.
In dem Paket von Januar 2007 hat die Kommission Vorschläge zur Förderung der „nachhaltigen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen“ vorgelegt, mit dem Ziel, bis 2020 eine ‚kohlenstoffarme Zukunft fossiler Brennstoffe’ zu erreichen.
Heute glaube die Kommission, so Eurelectric, dass bis 2020 alle kohlebetriebenen Kraftwerke Technologien zur CO2-Abscheidung und –Speicherung enthielten und dass bestehende Kraftwerke anschließend schrittweise dem gleichen Ansatz folgen sollten.
Das Vorhaben der Kommission ist es, die Entwicklung von zwölf groß angelegten Demonstrationsanlagen bis 2015 und eine ‚eindeutige Perspektive’ für kohle- und gasbetriebene Kraftwerke in einer kohlenstoffarmen Energiezukunft zu unterstützen.
Die Bedenken beträfen nicht nur den Klimawandel, sondern auch Europas Sicherheit der Energielieferungen, sagte die Kommission. Sie betonte, dass Kohle und Gas mehr als 50% der Stromlieferungen der EU ausmachten, und daher ein wichtiger Teil des Energiemixes blieben.
Die Ölindustrie leistet derzeit Pionierarbeit im Bereich der Technologien für CO2-Abscheidung und –Speicherung, bei der das umfangreichste Projekt die Einspritzung von flüssigem CO2, um mehr Öl aus dem Feld der Nordsee zu gewinnen, betrifft. Das Projekt, das von den Regierungen Norwegens und Großbritanniens unterstützt wird, soll im Jahr 2010 durch die Unternehmen Shell und Statoil umgesetzt werden.
Im Februar 2007 hat Total, der wichtigste französische Ölkonzern, ein Projekt ankündigt, bei dem 150 000 Tonnen flüssiges CO2 in ein erschöpftes Erdgasfeld in Rousse (Pyrenäen) über einen Zeitraum von zwei Jahren ab Ende 2008 eingespritzt werden sollen.
Die Kommission wird vermutlich ein Grundsatzpapier über CO2-Abscheidung und –Speicherung im Herbst 2007 vorlegen.