Studie: Deutschland profitiert von der EU-Mitgliedschaft [DE]
Aus einer neuen Studie geht hervor, dass Deutschland sowohl politisch als auch wirtschaftlich von der Mitgliedschaft in der EU profitiert.
Aus einer neuen Studie geht hervor, dass Deutschland sowohl politisch als auch wirtschaftlich von der Mitgliedschaft in der EU profitiert.
Diese Studie, die vom Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland und der Europa-Union Deutschland in Auftrag gegeben wurde, wurde von acht Politik- und Wirtschaftsforschern durchgeführt. Sie zeigt, wie sich die EU-Mitgliedschaft Deutschlands in fünf verschiedenen Bereichen auswirkt: Wirtschaft (Binnenmarkt), Währung (Euro), Arbeitsmarkt (Arbeitslosigkeit), Haushalt (Nettozahler Deutschland) und Außenpolitik.
Die Ergebnisse wurden am 30. Januar 2006 von dem Europaabgeordneten Elmar Brok (Präsident der Europa-Union Deutschland) und der ehemaligen EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies (Präsidentin des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland) vorgestellt. Sie widerspricht der weit verbreiteten Meinung, dass die EU für die schwache Wirtschaftsentwicklung in Deutschland verantwortlich sei. Unter anderem sei Deutschland eines der Länder, das am meisten vom EU-Binnenmarkt profitiere. Sein Beitrag zum EU-Haushalt sei vergleichsweise gering. Auch zeigt die Studie, dass der befürchtete Zustrom von Arbeitskräften aus den neuen EU-Mitgliedstaaten ausgeblieben sei und dass die EU-Osterweiterung Deutschland mehr Chancen als Risiken biete.
Monika Wulf-Mathies kommt in ihrem Vorwort zu dem Schluss, dass die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Errungenschaften des europäischen Integrationsprozesses „im vitalen Interesse Deutschlands“ seien. Die Studie mache den „dringenden Reformbedarf in Deutschland in Sachen Wettbewerbsfähigkeit“ deutlich, aber vor allem auch „das enorme Defizit an europapolitischer Koordinierung“, von dem die Arbeit der Bundesregierung geprägt sei.