Tag der Befreiung: Italienische Regierung ruft zu Zurückhaltung bei Feierlichkeiten auf
Seit Amtsantritt der Meloni-Regierung sorgt der italienische Tag der Befreiung am 25. April immer wieder für Zündstoff. In diesem Jahr rief sie zu "nüchternen" und "zurückhaltenden" Feierlichkeiten auf - unter Berufung auf die fünftägige Trauerperiode für den verstorbenen Papst Franziskus.
Seit Amtsantritt der Meloni-Regierung sorgt der italienische Tag der Befreiung am 25. April immer wieder für Zündstoff. In diesem Jahr rief sie zu „nüchternen“ und „zurückhaltenden“ Feierlichkeiten auf – unter Berufung auf die fünftägige Trauerperiode für den verstorbenen Papst Franziskus.
Rom – Am Festa della Liberazione wird die Befreiung Italiens vom Faschismus und der deutschen Besatzung am Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 gefeiert.
Kritikern sehen in dem Aufruf ein tiefes Unbehagen der Meloni-Regierung: Seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2022 haben Giorgia Meloni und ihre Verbündeten sich von den Feierlichkeiten des Nationalfeiertages ferngehalten. Meloni ist Vorsitzende der Fratelli d’Italia, einer Partei mit postfaschistischen Wurzeln. Sie hat sich wiederholt geweigert, sich als antifaschistisch zu bezeichnen.
Auch die Oppositionsparteien prangerten den Aufruf zur Mäßigung an. Sie werfen Melonis Regierung vor, eine „Allergie“ gegen die Befreiung Italiens vom Faschismus und Nazismus zu haben.
Vor zwei Jahren wurde Senatspräsident Ignazio La Russa, der ebenfalls den Fratelli d’Italia angehört, heftig kritisiert. Er hatte behauptet, die italienische Verfassung enthalte keinen Hinweis auf den Antifaschismus – obwohl sie von denjenigen verfasst wurde, die den Faschismus bekämpften.