Test in Budapest zeigt mögliche Mängel des Sinopharm-Impfstoffs auf
In einer nicht repräsentativen Untersuchung der ungarischen Hauptstadt Budapest hat sich gezeigt, dass knapp ein Viertel der über 60-Jährigen, die mit dem chinesischen Sinopharm-Impfstoff geimpft wurden, keine ausreichenden Antikörper aufweisen.
In einer nicht repräsentativen Untersuchung der ungarischen Hauptstadt Budapest hat sich gezeigt, dass knapp ein Viertel der über 60-Jährigen, die mit dem chinesischen Sinopharm-Impfstoff geimpft wurden, keine ausreichenden Antikörper aufweisen. Die Stadtverwaltung Budapests veröffentlichte die Ergebnisse am gestrigen Dienstag (13. Juli).
Die Stichprobe mit 1.760 Personen könne aufgrund von Problemen bei der Randomisierung und anderen methodischen Unzulänglichkeiten nicht als repräsentative Stichprobe unter den älteren Einwohner:innen der Stadt angesehen werden, räumten die Behörden ein.
Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse auffällig: So zeigten 23,9 Prozent der über 60-Jährigen mit Sinopharm-Impfung unzureichende Antikörperwerte im Blut. Bei anderen Impfstoffen war der Anteil der Personen mit unzureichenden Antikörperspiegeln deutlich geringer, so die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.
Der grüne Bürgermeister Gergely Karácsony hatte Ende Juni angekündigt, dass die Hauptstadt ein kostenloses Antikörper-Testprogramm starten würde, nachdem Zweifel an der Wirksamkeit des chinesischen Impfstoffs aufgekommen waren.
Von denjenigen, die sich freiwillig für den Test gemeldet hatten, zeigten 303 Personen keinen ausreichenden Schutz. Von ihnen hatten 294 den Impfstoff von Sinopharm, sieben das russische Sputnik V und zwei den Impfstoff von Pfizer/Biontech erhalten.
Bei den Konservativen in der Nationalregierung kommt die Nachricht über mögliche Schwächen des chinesischen Impfstoffs offenbar nicht gut an: Auf Nachfrage des Fernsehsenders ATV, ob es nun Pläne gebe, eine landesweite Studie über die Antikörperspiegel unter den mit Sinopharm Geimpften durchzuführen, behauptete das Ministerium für Humanressourcen, die Test-Studie der Hauptstadt „mit der Unterstützung von [US-Milliardär] George Soros“ sei „ein Ergebnis der Anti-Impfkampagne der Linken und der Leute von [Ex-Premierminister] Gyurcsány“.