Treibhausgasemissionen der EU gesunken [DE]
Laut eines Berichts der Europäische Umweltagentur (EUA) sind die umweltschädlichen Treibhausgasemissionen in der EU zwischen 2004 und 2005 gesunken. Trotz der guten Nachricht müssen die Emittenten ihre Bemühungen in der zweiten Phase des Emissionshandelssystems, die 2008 beginnt, weiter verstärken.
Laut eines Berichts der Europäische Umweltagentur (EUA) sind die umweltschädlichen Treibhausgasemissionen in der EU zwischen 2004 und 2005 gesunken. Trotz der guten Nachricht müssen die Emittenten ihre Bemühungen in der zweiten Phase des Emissionshandelssystems, die 2008 beginnt, weiter verstärken.
Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat am 7. Mai 2007 die wichtigsten Ergebnisse ihres Jährlichen Treibhausgasinventars der europäischen Gemeinschaft 1990-2005 und ihren Inventarbericht 2007 veröffentlicht.
Der Bericht zeigt, dass die Treibhausgasemissionen der EU-15 zwischen 2004 und 2005 um 0,8% gesunken sind. Dies stellt im Vergleich zu 1990 einen Rückgang um 1,5% dar. Im Vergleich zu 1990 beträgt der Rückgang in der EU-27 8%, hauptsächlich aufgrund der Deindustrialisierung in den ehemaligen sowjetischen Staaten, die inzwischen der EU beigetreten sind.
Einer der wichtigsten Gründe für die Senkung der Emissionen in den „alten“ EU-Mitgliedstaaten ist die Umstellung der Kraftstoffversorgung. Die Länder, die den höchsten Rückgang der Treibhausgasemissionen verzeichnen können, Deutschland, Finnland und die Niederlande, haben ihre Energiequellen umgestellt, um die Nutzung von fossilen Brennstoffen, hauptsächlich Kohle, zu reduzieren.
Prof. Jacqueline McGlade, Geschäftsführerin der EUA, warnte jedoch davor, zu optimistisch zu sein. Obwohl der Rückgang der Emissionen eine positive Entwicklung sei, müsse dies im Kontext betrachtet werden. Die Zahlen beschrieben nur einen Rückgang innerhalb eines Jahres und seien eventuell für einen längeren Zeitraum nicht repräsentativ, erklärte McGlade.
Die EU habe noch einen langen Weg vor sich, um Emissionen zu reduzieren. Die zweite Phase des Emissionshandelssystems beginnt 2008. Das Ziel des Kyoto-Protokolls für die EU-15 ist die Reduzierung um 8% im Vergleich zu 1990. Laut des Berichts konnte bisher nur eine Kürzung der Inlandsemissionen um 1,5% verzeichnet werden. Diese Zahl könnte auf 1,9% steigen, wenn Projekte zur Emissionsreduzierung auch außerhalb der EU durchführt würden.
Der Bericht wurde der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCC) vorgelegt und wird offiziell Mitte Juni 2007 veröffentlicht werden.