Trotz Wirtschaftswachstum: EU-Treibhausgasemissionen sinken

Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union sind im ersten Quartal 2023 um fast 3 Prozent gesunken, obwohl die Wirtschaft der Union leicht gewachsen ist, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte.

Euractiv.de
Lincolnshire.,United,Kingdom.,07.08.13.,Cooling,Towers,Of,A,Coal-fired,Power
Die Emissionen der EU betrugen von Januar bis März 941 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, was einem Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Wirtschaft wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent. [Stock Photo ID: 1174611820 Steve Allen]

Die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union sind im ersten Quartal 2023 um fast 3 Prozent gesunken, obwohl die Wirtschaft der Union leicht gewachsen ist, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte.

Die Emissionen der EU betrugen von Januar bis März 941 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, was einem Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Wirtschaft wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent.

Während die Welt mit zunehmend unvorhersehbaren und extremen Wetterereignissen zu kämpfen hat, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind, strebt die EU ihr Ziel an, bis 2050 klimaneutral zu sein.

Zu Beginn dieses Jahres hat sie unter anderem den Verkauf neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge ab 2035 verboten.

In 21 der 27 Länder der Union gingen die Emissionen zurück. Die stärksten Rückgänge wurden in Bulgarien, Estland und Slowenien verzeichnet. In Irland, Lettland, der Slowakei, Dänemark, Schweden und Finnland stiegen sie dagegen an.

Laut Eurostat waren die Haushalte für den größten Teil – fast ein Viertel – der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ein Fünftel stammt aus dem produzierenden Gewerbe.

Die Strom- und Gasversorgung – der Sektor, in dem die Emissionen am stärksten zurückgingen – trug immer noch 19 Prozent zu den Gesamtemissionen bei. 13 Prozent kamen aus der Landwirtschaft und 10 Prozent aus dem Bereich Transport und Lagerung.