Trump trifft russischen Außenminister inmitten der FBI-Debatte

Inmitten der Debatte um den Rauswurf von FBI-Chef James Comey hat US-Präsident Donald Trump den russischen Außenminister Sergej Lawrow empfangen.

James Comey, the director of the Federal Bureau of Investigation, arrives to testify before the Senate Intelligence Select Committee during an open hearing.
Der ehemalige FBI-Direktor James Comey. [Foto: Flickr.]
Inmitten der Debatte um den Rauswurf von FBI-Chef James Comey hat US-Präsident Donald Trump den russischen Außenminister Sergej Lawrow empfangen.

Es ist das hochrangigste Treffen Trumps mit einem Mitglied der russischen Führung seit seinem Amtsantritt vor knapp vier Monaten. Trump bezeichnete das Gespräch im Anschluss als „sehr, sehr gut“. Er habe mit Lawrow über den Bürgerkrieg in Syrien gesprochen. Das Töten dort müsse schnellstmöglich enden. Russland und die USA unterstützen dort gegensätzliche Seiten.

Auf die Frage, ob der Abgang von Comey eine Auswirkung auf das Treffen gehabt habe, sagte Trump: „Natürlich nicht.“ Er hatte Comey am Dienstag überraschend entlassen und sich damit dem Vorwurf der Vertuschung ausgesetzt. Trump warf dem FBI-Chef vor, das Vertrauen in allen politischen Lagern verloren zu haben. Führende Demokraten äußerten dagegen den Verdacht, Trump seien die FBI-Ermittlungen unter Comey zu mutmaßlichen Verstrickungen mit Russland während des Wahlkampfs zu heiß geworden.

Unterdessen hat der ehemalige FBI-Chef James Comey erstmals selbst Stellung zu seiner plötzlichen Entlassung durch Präsident Donald Trump genommen. Er sei schon lange der Ansicht, „dass ein Präsident einen FBI-Direktor aus beliebigem Grund oder ohne jeden Grund feuern kann“, schrieb Comey in einem Brief an die FBI-Mitarbeiter, der vom Sender CNN in der Nacht zum Donnerstag veröffentlicht wurde. Er werde weder „mit der Entscheidung noch wie sie umgesetzt wurde meine Zeit verbringen“.