Trump will Kim Treffen - Entspannung im Nordkoreakonflikt?
US-Präsident Donald Trump hat sich zu einem historischen Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zur Lösung des Atomkonflikts bereiterklärt.
US-Präsident Donald Trump hat sich zu einem historischen Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zur Lösung des Atomkonflikts bereiterklärt.
Trump habe eine Einladung Kims für ein erstes Gipfeltreffen der beiden Staaten akzeptiert, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders am gestrigen Donnerstag in Washington. Ort und Zeitpunkt stünden noch nicht fest. Kim habe sich zudem zu einer atomaren Abrüstung bereiterklärt und zugesagt, alle Atom- und Raketentests vorerst zu stoppen, sagte Südkoreas Sondergesandter Chung Eui Yong, der die Einladung nach einem Besuch in Nordkorea überbrachte. Nach seinen Worten will Trump Kim spätestens im Mai treffen.
Das Treffen wäre ein Wendepunkt in dem Konflikt. Die beiden Staatschefs hatten sich im vergangenen Jahr mit Kriegsrethorik, Drohungen und Schmähungen überzogen, was Sorgen vor einer Eskalation schürte. Das letzte ähnlich hochrangige Treffen gab es im Oktober 2000. In der Amtszeit von Präsident Bill Clinton traf sich Außenministerin Madeleine Albright in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang mit dem damaligen Machthaber Kim Jong Il – dem Vater Kims.
Kim Jong Un talked about denuclearization with the South Korean Representatives, not just a freeze. Also, no missile testing by North Korea during this period of time. Great progress being made but sanctions will remain until an agreement is reached. Meeting being planned!
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) March 9, 2018
Trump sprach anlässlich dieser Entwicklung von großen Fortschritten. Ein Treffen werde geplant, erklärte der US-Präsident über den Kurznachrichtendienst Twitter. Kim habe bei dem Treffen mit der südkoreanischen Regierungsdelegation am Montag nicht nur von einem Aussetzen der Atom- und Raketentests gesprochen, sondern von einer Denuklearisierung. Die Sanktionen müssten aber Aufrecht erhalten werden, bis ein Abkommen erreicht werden.
Beim Besuch der südkoreanischen Delegation hatte Kim seine Bereitschaft für den Verzicht auf Atomwaffen erklärt, wenn die Sicherheit seines Landes garantiert sei. Zugleich vereinbarten die beide koreanischen Staaten ein Gipfeltreffen im kommenden Monat im Grenzort Panmunjom – das erste seit mehr als einem Jahrzehnt. Nun will die Delegation noch in Russland und China über die Entwicklung informieren.
Chung sagte, er habe Trump von der Zusage Kims für eine atomare Abrüstung berichtet. Ebenso von seinem Wunsch, Trump so bald wie möglich zu treffen. Der US-Präsident habe anerkennend reagiert und erklärt, Kim zu treffen, um eine Denuklearisierung zu erreichen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe begrüßte den Kurswechsel Nordkoreas, Er sei ein Ergebnis des internationalen Drucks auf die Führung in Pjöngjang.
Erste Signale für eine Entspannung in dem Konflikt gab es kurz vor und während der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang im Februar. Es begann zunächst mit einer leichten Entspannung in den Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten. Eine ranghohe Delegation aus dem Norden besuchte Südkorea und lud Präsident Moon Jae In nach Pjöngjang ein. Dieser schickte nun seinen Sicherheitsberater Chung an der Spitze einer Delegation in den Norden. In den Monaten zuvor hatten sich Nordkorea und Trump verbale Schlagabtausche geliefert und gegenseitig mit Vernichtung gedroht. Nordkorea drohte mit Atomwaffen, die jeden Winkel der USA erreichen könnten.