Tschechien im heißen Rennen um europäische KI-Gigafabrik

PRAG – Tschechien will eine der "KI-Gigafabriken" im eigenen Land sehen, die Europa im Bereich der Künstlichen Intelligenz konkurrenzfähig machen sollen. Man sei in fortgeschrittenen Gesprächen, heißt es aus Regierungskreisen.

EURACTIV.cz
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ESA - Server room [[Boris Roessler/picture alliance via Getty Images]]

PRAG – Tschechien will eine der „KI-Gigafabriken“ im eigenen Land sehen, die Europa im Bereich der Künstlichen Intelligenz konkurrenzfähig machen sollen. Man sei in fortgeschrittenen Gesprächen, heißt es aus Regierungskreisen.

Bei den Gigafabriken handelt es sich um riesige Rechenzentren, die Europas KI-Fähigkeiten steigern und den Rückstand auf weltweit führende Länder wie die Vereinigten Staaten aufholen sollen.

Die Regierung sei in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem privaten Investor und mögliche Standorte seien identifiziert, sagte der Jan Kavalírek, KI-Beauftragte der tschechischen Regierung der tschechischen Nachrichtenagentur CTK.

„Wir befassen uns täglich mit diesem Thema. Es entwickelt sich sehr gut. Ich möchte noch nicht zu 100 Prozent sagen, dass wir den Antrag einreichen werden, aber wir sind sehr nahe dran“, erklärte Kavalírek und bezog sich dabei auf den Antrag auf umfangreiche EU-Fördermittel. Die EU hat rund 20 Milliarden Euro für diese Initiativen für den „KI-Kontinent“ vorgesehen, ein erheblicher Teil soll aus privaten Investitionen stammen.

Auch Deutschland und Dänemark haben laut Kavalírek Interesse an dem Rechenzentrum bekundet.

Sollte Tschechien erfolgreich sein, würde das Land eine wichtige Rolle der europäischen KI-Infrastruktur spielen. Eine solche Gigafactory wäre ein „Motor für die KI-Wirtschaft“ und käme der öffentlichen Verwaltung, dem Gesundheitswesen und den Finanzdienstleistungen in ganz Europa zugute, sagte Lukáš Benzl, Direktor des tschechischen Verbands für künstliche Intelligenz.

(vib)