Türkei setzt Aufständische in Manbidsch unter Druck

Die Türkei hat Aufständische aufgefordert, die syrische Region Manbidsch zu verlassen. Sonst werde man "die Initiative ergreifen".

Euractiv.de
Der türkische Präsident Erdogan scheut den militärischen Konflikt nicht. [EPA-EFE/TURKISH PRESIDENTAL PRESS OFFICE]

Die Türkei hat Aufständische aufgefordert, die syrische Region Manbidsch zu verlassen. Andernfalls werde die Regierung in Ankara nicht zögern, wie in anderen Gebieten die Initiative zu ergreifen, teilte der Nationale Sicherheitsrat unter dem Vorsitz des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch mit.

Das gleiche gelte auch für Rebellen in syrischen Gebieten östlich des Euphrat. Offen blieb jedoch, welche Gruppierungen von Aufständischen gemeint sind.

Die Türkei sieht die Kurdenmiliz YPG als verlängerten Arm der verbotenen Arbeiterpartei PKK. Erst vergangene Woche hatte das türkische Militär die nordsyrische Stadt Afrin nach einem zweimonatigen Kampf gegen die YPG gestürmt. Die Regierung in Ankara hatte wiederholt damit gedroht, ihre Offensive in Richtung Manbidsch auszuweiten, wo US-Truppen stationiert sind.

Mit ihrem agressiven Vorgehen verprellt die türkische Regierung auch im Westen Parnter verprellt. So unterstützen beispielsweise die USA die YPG im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Auch bei den europäischen NATO-Partnern stieß das Vorgehen Ankaras auf scharfe Kritik.