Ukraine: Bulgarien will Militärhilfe erhöhen

Die bulgarische Militärhilfe für die Ukraine wird in diesem Jahr aufgestockt werden, sagte Verteidigungsminister Todor Tagarew am Freitagabend im staatlichen Fernsehen BNT. Er fügte hinzu, dass das Land Waffen schicken wird, nachdem die Bedürfnisse der ukrainischen Armee analysiert wurden.

EURACTIV.bg
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"Die Hilfe, die Bulgarien bisher geleistet hat, wird von der ukrainischen Führung und der ukrainischen Armee sowie von unseren Verbündeten sehr geschätzt", so der bulgarische Verteidigungsminister Todor Tagarew. [Shutterstock/FabrikaSimf]

Die bulgarische Militärhilfe für die Ukraine wird in diesem Jahr aufgestockt werden, sagte Verteidigungsminister Todor Tagarew am Freitagabend im staatlichen Fernsehen BNT. Bulgarien wird Waffen schicken, nachdem die Bedürfnisse der ukrainischen Armee analysiert wurden und abhängig davon, wie viel die bulgarischen Streitkräfte bereitstellen können.

„Die Hilfe, die Bulgarien bisher geleistet hat, wird von der ukrainischen Führung und der ukrainischen Armee sowie von unseren Verbündeten sehr geschätzt“, so der Verteidigungsminister weiter. Er erklärte, dass die bulgarische Gesellschaft wissen sollte, dass Bulgarien der Ukraine hilft. Soziologische Umfragen, die 2022 durchgeführt wurden, zeigten, dass fast 70 Prozent der Bulgaren gegen Militärhilfe für Kyjiw sind.

„Wenn es der Ukraine gelingt, alle besetzten Gebiete zu befreien, wird diese Militärhilfe zur Stabilisierung der Region beitragen – am Schwarzen Meer, in Südosteuropa und an der Ostflanke der NATO. Dies ist der Hauptgrund und das Hauptverständnis, aus dem Bulgarien der Ukraine hilft“, ergänzte der bulgarische Verteidigungsminister.

„Die Hilfe für die Ukraine zielt nicht nur darauf ab, den unmittelbaren militärischen Bedarf zu decken, sondern auch sicherzustellen, dass die ukrainischen Streitkräfte langfristig ein sehr hohes Maß an Interoperabilität mit der NATO erreichen“, so der Minister. Bulgarien liefert der Ukraine keine Kampfflugzeuge und Panzer, sondern vor allem alte Munition, die noch brauchbar ist.

Die bulgarische Armee ist eine der wenigen in der NATO, die über große Munitionsreserven für die herkömmlichen sowjetischen Waffen verfügt, welche die Ukraine in großen Mengen einsetzt.

Anfang dieses Jahres kündigte das bulgarische Verteidigungsministerium an, es werde für rund 180 Millionen Euro den Austausch alter Munition aus den Lagern der bulgarischen Armee in Auftrag geben. Inoffiziell erklärten die bulgarischen Behörden zu Beginn des Jahres, dass der Verkauf dieser Munition an die Ukraine möglich sei.

Eine so große Menge an Munition könnte sich auf die Dynamik der Kämpfe an den Brennpunkten der Frontlinie auswirken.

Bulgarien bereitet sich auch darauf vor, sich der EU-Initiative anzuschließen und der Ukraine massenhaft 155-mm-Munition nach NATO-Standard zu liefern, obwohl die Produktion solcher Geschosse begrenzt ist.

[Bearbeitet von Kjeld Neubert]