Umfrage illustriert Kommunikationsdurst von Verbänden [DE]
Das Internet hat sich zum wichtigsten Kommunikationskanal von Wirtschaftsverbänden entwickelt. Aber Telefonanrufe und persönliche Treffen sind nach wie vor unverzichtbar, um Kontakte aufrecht zu erhalten und zu vertiefen. Dies geht aus der EURACTIV-Verbändeumfrage 2006 hervor.
Das Internet hat sich zum wichtigsten Kommunikationskanal von Wirtschaftsverbänden entwickelt. Aber Telefonanrufe und persönliche Treffen sind nach wie vor unverzichtbar, um Kontakte aufrecht zu erhalten und zu vertiefen. Dies geht aus der EURACTIV-Verbändeumfrage 2006 hervor.
Die Umfrage zeigt, dass Websites (94,5 %) und Emails (99,5 %) mittlerweile gängige Kommunikationsmittel von Wirtschaftsverbänden sind.
So betrachten 82 % der Befragten es als „wichtig“ oder „sehr wichtig“, über eine stets aktualisierte Website zu verfügen, während lediglich 65 % Pressemitteilungen für „wichtig“ oder „sehr wichtig“ halten.
Die stärkere Nutzung von Online-Kanälen wird begleitet von einem relativen Rückgang von Druckmaterialien. So nutzen lediglich 5 % gedruckte Newsletter als Kommunikationsmittel. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass sie durch Internet-/Extranetsites ersetzt wurden, möglicherweise ergänzt durch ‚Email Alerts’. Der Anstieg bei der Nutzung von Intranet- und Extranetsites scheint diesen Befund zu bestätigen.
Gleichzeitig deuten die Umfrageergebnisse darauf hin, dass die Verbände die Nutzung von Druck- und Online-Materialien kombinieren. So wird Online-Kommunikation zur Verbreitung herkömmlicher Kommunikationsmaterialien eingesetzt. Beispielsweise sind Stellungnahmen und Positionspapiere die beliebtesten externen Kommunikationsmittel von 92 % der Befragten. 87 % stufen schriftliche Briefings als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ ein. Gleichzeitig halten 89 % Emails für wichtig, was ebenfalls darauf schließen lässt, dass Online-Kanäle der Verbreitung herkömmlicher Materialien dienen.
Gleichzeitig haben persönliche Kontakte nicht an Bedeutung verloren. 91 % der Befragten vertreten die Auffassung, dass Treffen „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sind. Seminare und Konferenzen, bei denen persönliche Kontakte geknüpft werden können, haben bei 87 % ebenfalls einen hohen Stellenwert und sind damit nur ein wenig beliebter als Telefongespräche (79 %). In der Tat sind 8 % der Meinung, dass die stärkere Nutzung technologischer Hilfsmittel auch Nachteile mit sich führt, etwa in Form eines Informationsüberflusses und der Erschwerung persönlicher Kontakte. Aus diesem Grund können Technologien lediglich als Ergänzung von Treffen und anderen persönlichen Kontakten gesehen werden.
Online-Werbung wird von immer mehr Verbänden genutzt und wird mittlerweile als ebenso wichtig wie Druckwerbung (15 %) eingestuft.