Umfrage: Sexismus und Antiziganismus nimmt in Kroatien zu
Laut einer Umfrage sind roma- und frauenfeindliche Vorurteile in Kroatien stärker ausgeprägt als noch 2016.
Laut einer repräsentativen Umfrage sind roma- und frauenfeindliche Vorurteile in Kroatien stärker ausgeprägt als noch 2016.
Mehr als die Hälfte der Kroaten glaubt, dass Roma nicht arbeiten wollen. Zudem ist fast ein Viertel der Befragten der Meinung, dass Männer und Frauen nicht gleich sind und nicht die gleiche soziale Rolle spielen sollten, so eine am Sonntag von Nova TV und Dnevnik.hr veröffentlichte Umfrage.
Die Umfrage, die von IPSOS im Auftrag der Ombudsfrau Tena Simonovic Einwalter bei einer Stichprobe von 1.000 Personen durchgeführt wurde, zeigte gleichzeitig einige abweichende Tendenzen in der Wahrnehmung der Gleichheit, wobei eine wachsende Zahl der Befragten Migranten und Homosexuelle bevorzugt.
Rund 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie glauben, dass die Roma von der Sozialhilfe leben und nicht arbeiten wollen, verglichen mit 48 Prozent in einer entsprechenden Umfrage aus 2016.
Ebenso meinten 24 Prozent (gegenüber 19 Prozent im Jahr 2016), dass Männer und Frauen nicht von Natur aus gleich seien und daher nicht die gleichen sozialen Rollen spielen könnten.
Im Gegensatz dazu sank die Zahl derjenigen, die keine Migranten beschäftigen wollen, von 33 auf 22 Prozent.
Ebenso würden sich nur 13 Prozent unwohl fühlen, wenn sie wüssten, dass ihr Nachbar homosexuell ist, während es vor sieben Jahren noch 17 Prozent waren.